Vergleich der Pferdehaltung in bäuerlich-ländlichen Kleinbetrieben mit derjenigen in hauptberuflichen, städtischen Pferdewirtschaftsbetrieben im Hinblick auf einen möglichen Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen

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Ziel dieser Arbeit war es, die Haltung von Pferden in bäuerlich-ländlichen Kleinbetrieben mit derjenigen in hauptberuflichen, städtischenPferdewirtschaftsbetrieben zu vergleichen und zu untersuchen, ob eventuelle Unterschiede mit der Art und Frequenz von respiratorischenErkrankungen korrelieren. Dafür wurden 404 Pferde aus 87 Betrieben zufällig ausgewählt, die in den Jahren 1995 bis 1999 aufgrund respiratorischer Symptome vonder Tierärztlichen Klinik Dr. Litsch und Dr. Eversfield in Wiesbaden untersucht worden waren. Die Besitzer dieser 404 Pferde wurden überdie Haltung ihrer Tiere befragt. Die Daten konnten anhand der klinikeigenen Computerdatei ergänzt und anschließend statistischausgewertet werden. Ein Vergleich der Ergebnisse mit den haltungsbedingten Ursachen von respiratorischen Erkrankungen ergab imwesentlichen folgende Erkenntnisse: 1.In Großbetrieben dominierten akute Atemwegsprobleme deutlich vor chronischen. Ursachen waren eine höhere Bestandsgröße und Fluktuation sowie ein größerer Anteil an Turnierreitern als in Kleinbetrieben. In Kleinbetrieben war das Risiko einer akuten Atemwegserkrankung wesentlich geringer. 2.In Großbetrieben schienen die Haltungsbedingungen vor allem aufgrund eines längeren Aufenthaltes pro Tag im Stall schlechter im Hinblick auf die Gesunderhaltung des Atmungstraktes zu sein als in Kleinbetrieben. Das war möglicherweise die Ursache für eine häufigere Zahl der Untersuchungen pro Pferd in Großbetrieben. 3.Die Haltung in beiden Betriebsstrukturen wies bei einem hohen Prozentsatz der Pferde Mängel im Hinblick auf die Vermeidung von Atemwegserkrankungen auf. 4.Drei Viertel der befragten Pferdebesitzer waren nicht bereit, während oder nach der Therapie die Haltung ihrer erkrankten Pferde zu ändern. Zur Prophylaxe und Therapie von Atemwegserkrankungen sollten die Besitzer noch intensiver von Tierärzten über möglicheGesundheitsbeeinträchtigungen durch die Pferdehaltung aufgeklärt werden, als es bisher geschehen ist.

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