Zelluläre Charakterisierung des Renin-Angiotensin Systems sowie des Glutamatsystems im hypothalamischen Subfornikal- und Subseptalorgan
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Zusammenfassung
Das in der Lamina terminalis des rostralen Hypothalamus in unmittelbarer Nähe zum dritten Hirnventrikel gelegene Organum subfornicale (SFO) der Ratte repräsentiert ebenso wie das analoge Organum subseptale (SSO) des Huhnes eines der sensorischen zirkumventrikulären Organe (CVOs) des Gehirns. Aufgrund ihrer Lage, der hohen Dichte fenestrierter Kapillaren und dem Vorhandensein zahlreicher parvozellullärer Neurone spielen sowohl das SFO als auch das SSO eine entscheidende Rolle als sensorische neurogliale Messfühler u.a. im Rahmen der zentralnervösen Regulation des Salz- und Wasserhaushaltes sowie des Kreislaufsystems. Neurone und auch gliale Zellen beider CVOs sind dabei in der Lage, aufgrund der durchlässigen endothelialen Blut-Hirn Schranke im Blut zirkulierende Signalmoleküle wie Angiotensin II (ANG II) oder Elektrolyte zu detektieren. Basierend auf den reziproken neuronalen Verbindungen zu über- bzw. nachgeordneten (extra-)hypothalamischen Hirnstrukturen kommt es zu einer finalen Induktion von Trinkwasseraufnahme, peripherer Vasokonstriktion, renaler Natrium- und Wasserretention sowie Sympathikusaktivierung. Für die sensorischen Funktionen des SFOs der Ratte respektive des SSOs des Huhnes gibt es in der Fachliteratur der letzten 40 Jahre zahlreiche Hinweise darauf, dass dabei sowohl das zirkulierende Renin-Angiotensin System (RAS) mit seinem finalen Peptidhormon ANG II eine entscheidende Rolle spielt als auch ein postuliertes SFO- bzw. SSO-intrinsisches RAS von Bedeutung sein könnte. Weiterhin könnte dem im ZNS wichtigsten exzitatorischen Neurotransmitter Glutamat (GLUT) durch Aktivierung iono- und metabotroper Rezeptorproteine im SFO der Ratte eine entscheidende Rolle im Rahmen der neuronalen Integration perzipierter afferenter Informationen zukommen. Ziel der hier vorliegenden Promotionsarbeit war es daher, einerseits die Expression einzelner Komponenten eines SFO- bzw. SSO-intrinsischen RAS in der Primärzellkultur zu identifizieren sowie die funktionale biologische Aktivität der Schlüsselenzyme nachzuweisen. Für das glutamaterge System sollte andererseits die funktionale Expression metabotroper und ionotroper Rezeptoren in Zellen der SFO-spezifischen Primärzellkultur charakterisiert werden.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
