Extrazelluläre RNA (eRNA) als Alarmsignal in der angeborenen Immunität : Charakterisierung der Freisetzung von eRNA aus Mastzellen

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Extrazelluläre RNA (eRNA) wurde bereits als ein neues Alarmsignal im Rahmen der angeborenen Immunität gewertet und als potenter Stimulator der Zytokinfreisetzung bei Monozyten und Makrophagen beschrieben.Um die Bedeutung von extrazellulärer RNA in der Entzündungsreaktion weiter zu untersuchen, wurde die Freisetzung aus Mastzellen mittels verschiedener Methoden charakterisiert. Verschiedene Stimuli einschließlich Ionomycin, C48/80, C3a sowie C5a und weitere waren in der Lage Mastzellen zu stimulieren und eine eRNA-Freisetzung zu induzierten. Dabei korrelierte die Menge an freigesetzter RNA mit dem Ausmaß der Degranulierung. Zusätzlich wurde durch die Hemmung der Degranulierung mittels Cromolyn (Mastzellstabilisator), Wortmannin (Hemmstoff der PI3-Kinase) und BAPTA (Calciumchelator) die RNA-Freisetzung reduziert.Der Großteil der freigesetzte RNA konnte in der Mikropartikel-Fraktion der Mastzellen nachgewiesen werden, die mittels Zentrifugation aus den Zellüberständen isoliert wurde. Eine Analyse der freigesetzten RNA mittels Gelelektrophorese zeigte, dass es sich hierbei um 18s und 28s rRNA handelt.Mit Hilfe von Immunfluoreszenzfärbungen wurde die Lokalisation im Inneren der Mastzelle untersucht. Durch Verwendung von Antikörpern gegen ribosomale RNA und ribosomale Proteine konnte eine Ko-Lokalisation der RNA mit ribosomalen Proteinen im Zytosol aber außerhalb der Mastzellgranula gezeigt werden. Tryptase fungierte als Marker der Mastzellgranula und zeigte keine Ko-Lokalisation mit RNA. Zusätzlich konnte keine Ko-Lokalisation von intrazellulärer RNA mit dem Membranprotein CD46 gezeigt werden, welches die zytoplasmatische Lokalisation der rRNA bestätigt. Die Elektronenmikroskopbilder, die mit Hilfe eines Gold-Antikörpers gegen RNA angefertigt wurden, untermauerten ebenfalls diese These.Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass ribosomale RNA (in Assoziation mit Mikropartikeln) im Verlauf der Stimulation und Degranulation von Mastzellen freigesetzt wird. Dieser Prozess könnte an der Stimulation von Zellen der angeborenen Immunität beteiligt sein und daher inflammatorische Prozesse beeinflussen.

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