Matrixassoziierte Chondrozytenimplantation im Vergleich mit dreidimensionalen trägerfreien Knorpeltransplantaten

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Knorpeldefekte an den Gelenken des menschlichen Körpers sind ein häufiges Krankheitsbild in der Orthopädie und Unfallchirurgie, deren Behandlung sich weiterhin problematisch gestaltet. Seit Jahrzehnten werden sehr aufwändige Versuche unternommen, die ungenügende Regenerationsfähigkeit von Knorpel zu verbessern.Die autologe Chondrozytenimplantation (ACI) stellt in der Therapie fokaler Knorpeldefekte ein vielversprechendes Verfahren dar. Eine Weiterentwicklung und Verbesserung dieses Therapieansatzes soll durch den Einsatz von Trägermaterialien zur Kultivierung von Chondrozyten und späterer Applikation dieser in den Knorpeldefekt erreicht werden. Auch die Druckkultivierung von Chondrozyten, bei der physiologische Belastungsverhältnisse des Knorpels in vitro nachgeahmt werden, ist aktuell Gegenstand der Forschung auf dem Gebiet der Knorpelregeneration.Ziel der hier vorgestellten experimentellen Studie war es, verschiedene bereits in der klinischen Anwendung befindliche matrixassoziierte Chondrozytentransplantate mit einem dreidimensionalen trägerfreien Knorpeltransplantat zu vergleichen.Als Versuchstier wurde das Pferd gewählt, das im Vergleich zum humanen Kniegelenk eine ähnliche Gelenkmorphologie, Gelenkgröße und Gelenkknorpeldicke sowie ein ähnliches Verhalten der Chondrozyten in Zellkultur aufweist.Als Trägermaterialien kamen ein Kollagen I-Gel, eine Kollagen I/III-Membran, ein Hyaluron-säure-Vlies in je sechs Kniegelenken und die Kombination aus letzteren beiden in fünf Kniegelenken zum Einsatz. Die Implantation der dreidimensionalen trägerfreien Knorpelkonstrukte (DTK) erfolgte ebenfalls in sechs Kniegelenken.Die erhobenen klinischen Befunde einschließlich der 18 Monate nach der Implantation durchgeführten Ganganalyse mit Hilfe der Computerkinematographie zeigten keine signifikanten Unterschiede, die auf die Wahl des Operationsverfahrens schließen lassen.Bei der makroskopischen Begutachtung der Transplantate wurden in beiden Gruppen komplett gefüllte Defekte und Defekte mit Füllungslücken, besonders in kranio-lateralen Bereichen, beobachtet. Die unvollständige Defektfüllung kann der sofortigen Vollbelastung der Pferde angelastet werden. Folglich wurden nur Areale zur Beurteilung der Qualität der verschiedenen Verfahren herangezogen, die mit Regeneratgewebe bedeckt waren.Die mikroskopische und immunhistochemische Aufarbeitung der Reparaturgewebe ließ keine signifikanten Unterschiede zwischen den verschiedenen Verfahren der ACI erkennen. Sowohl bei der Versorgung mit DTK als auch nach matrixassoziierter Chondrozytenimplantation war ein zweischichtiger Aufbau erkennbar. Während sich in den basalen Arealen eine hyalinähnliche Knorpelschicht ausgebildet hat, imponiert das superfiziale Gewebe bindegewebig. Der Neoknorpel kann als hyaline-like Cartilage bezeichnet werden. Ob Läsionen der subchondralen Platte oder die biomechanischen Belastungsverhältnisse für die Ergebnisse verantwortlich sind, muss in weiteren Untersuchungen mit dieser Fragestellung geklärt werden.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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