Ziel bei ischämischen Herzereignissen ist es, den Myokardschaden gering zu halten, um die Leistungsfähigkeit des Herzens und somit die Lebensqualität der Patienten zu erhalten. Ein wirksames Verfahren ist die ischämische Postkonditionierung des Herzens. In der vorgelegten Arbeit wurde untersucht, ob die Dauer der Ischämie Einfluss auf die protektive Wirkung der Postkonditionierung hat. Im Langendorff-Modell konnte an Rattenherzen gezeigt werden, dass bei Ischämiedauern von 15 Minuten und anschließender Reperfusion von drei Stunden die Postkonditionierung eine schützende Wirkung auf die Kardiomyozyten besitzt. Gezeigt werden konnte dies durch Untersuchungen der Herzfunktionen wie dem LVDP, dem RPP und dem LVeDP. Die positiven Effekte der Konditionierung konnten bei Ischämiedauern von 60 Minuten nicht mehr nachgewiesen werden.Neben den Herzfunktionen wurde auch das Expressionsverhalten untersucht. Bei den Versuchsherzen mit 15-minütiger Ischämiedauer und Postkonditionierung, bei denen sich eine Erholung zeigte, kam es zu einem erhöhten Expressionsverhalten von BNP und Serca2a sowie einem verminderten von Arginase 1. Diese Veränderungen der Genexpression konnten bei den Versuchsherzen mit 60-minütiger Ischämiedauer und Postkonditionierung nicht gezeigt werden. Diese Herzen wiesen auch keine Erholung der Herzfunktionen auf. Unabhängig von der Ischämiedauer zeigte sich bei den Versuchsherzen mit Postkonditionierung ein erhöhtes Expressionsverhalten von Mef2c und ein vermindertes bei Gata4, jeweils gegenüber den Herzen ohne Konditionierung.
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