Untersuchungen zur Beeinflussung der Konzentrationen von Glukose und Phosphat in Blut und Harn bei Milchkühen durch eine Glukoseinfusion
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Zusammenfassung
Im Rahmen der vorliegenden Arbeiten sollte der Frage nachgegangen werden, ob eine intravenöse Glukoseinfusion die Konzentration von Phosphat und Magnesium im Plasma beeinflusst und ob die Infusion von 5 %iger Glukoselösung zu einer signifikanten Beeinflussung des Plasmaglukosespiegels führt. Weiterhin waren einige methodische Fragestellungen zur Phosphatmessung im Rinderharn zu beantworten.Folgende relevanten Ergebnisse wurden erzielt:1. Die Glukosekonzentration im Blutplasma wird nicht durch die Fütterung und die Melkzeit signifikant beeinflusst.2. Eine Lagerung von Harnproben bis zur Dauer von zwei Tagen im Kühlschrank vor der Phosphatbestimmung hat keinen signifikanten Einfluss auf den Messwert. 3. Im Rahmen eines Vergleiches der Phosphatkonzentration im Blut und Harn ergab sich keine signifikante Korrelation.4. Die Phosphat- und Magnesiumkonzentration im Plasma wird weder durch eine 5 %ige noch durch eine 20 %ige Infusion von einem Liter Glukose nachhaltig beeinflusst.5. Die Glukosekonzentration im Plasma wird durch eine 5 %ige und durch eine 20 %ige Infusion von einem Liter Glukoselösung signifikant beeinflusst. Eine Stunde nach Ende der Infusion von einem Liter 20 %iger Glukoselösung bleibt die Glukoseplasmakonzentration noch deutlich über dem Referenzbereich erhöht. Dies ist nach Gabe von 5 %iger Glukoselösung nicht der Fall.6. Nach Infusion von einem Liter 20 %iger Glukoselösung lassen sich noch zwei Stunden nach Infusionsende erhöhte Glukosewerte im Harn nachweisen.7. Die Infusion von einem Liter 5 %iger Glukoselösung beeinflusst nicht die Phosphatkonzentration im Harn.8. Die orale Gabe von 300 ml Propylenglykol führt zu keiner signifikanten Veränderung des Plasmaglukosespiegels.9. Bei Kühen nach Sectio caesarea führt die Infusion von 5 %iger Glukoselösung zu einer signifikanten Erhöhung der Plasmaglukosekonzentration ohne Absenkung der Phosphatkonzentration im Blutplasma.Aus den Ergebnissen werden folgende Schlussfolgerungen gezogen:1. Die Phosphatbestimmung im Harn ist nicht dazu geeignet, Rückschlüsse auf die Blutkonzentration zu ziehen.2. Da die Infusion von 5 %iger Glukoselösung zu einer Erhöhung der Plasmaglukosekonzentration führt, ohne das eine Absenkung der Plasmaphosphatkonzentration beobachtet werden kann und eine Glukosurie auftritt, ist die Infusion von 5 %iger Glukoselösung der Infusion von 20 %iger Glukoselösung vorzuziehen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler 2009
