Experimentelle Untersuchungen zur Kinetik des Stickstoff-Umsatzes bei wachsenden Ziegenlämmern unter Verwendung des stabilen Isotops 15N

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In einem Versuch mit 12 bzw. 14 männlichen Ziegenlämmern der Rasse Deutsche Weiße Edelziege wurde der Stickstoff (N)-Umsatz bei ausreichender und reduzierter Rohprotein-versorgung untersucht. Dafür wurden die Tiere in 2 bzw. 3 Gruppen eingeteilt und erhielten Rationen mit niedrigem (77 g/kg Trockenmasse (TM)), mittlerem (126 g/kg TM) oder hohem (180 g/kg TM) Rohproteingehalt aus pelletiertem Kraftfutter und gehäckseltem Stroh. In drei Bilanzperioden wurden über einen Zeitraum von neun bzw. fünf Tagen die Harn- und Kotausscheidungen quantitativ erfasst. Vor jeder Bilanz wurde den Lämmern intravenös eine 15N-Harnstoff-Lösung injiziert. Durch die Bestimmung des N-Gehalts im Futter, Harn und Kot, sowie der täglichen N-Aufnahme und N-Ausscheidung konnten N-Bilanzen erstellt werden. Im Harn wurde neben dem Gesamt-N- und Harnstoff-N-Gehalt zusätzlich die Nicht-Harnstoff-N-Fraktion (NHN) mit Allantoin, Harnsäure, Xanthin, Hypoxanthin, Kreatinin und Hippursäure bestimmt.Bei reduzierter N-Versorgung war die Harn-N-, Harnstoff-N- und Allantoin-N-Ausscheidung signifikant geringer als bei hoher N-Aufnahme. Die täglichen Ausscheidungen von Nicht-Purinderivat-N waren in der hCP-Gruppe in der 2. bzw. 3. Bilanzperiode signifikant höher als bei reduzierter N-Aufnahme. Die Kot-N-Ausscheidung war von der N-Konzentration in der Ration unbeeinflusst. Die Regulation des N-Haushaltes fand nahezu ausschließlich über die renale Ausscheidung von Harnstoff-N statt.Mit Hilfe des 15N-Isotops und der Differenzierung des 15N-Überschusses im Harnstoff in 15N15N und 14N15N konnte der N-Umschlag im Körperharnstoffpool mit Total Flux, Harn-stoff-N-Abbau und N-Flux in die Kompartimente Körperprotein-N (KPN), Kot-N, NHN und Recycling bestimmt werden. Mit steigendem N-Niveau stieg der Total Flux und Harnstoff-Abbau an. Der Anteil des N-Flux in den Kot-N und die Verwendung zum Aufbau von KPN am Harnstoff-Abbau waren mit sinkender N-Aufnahme deutlich höher als bei ausreichender N-Aufnahme. Die Effizienz bzw. Verwertung des Harnstoff-N war bei niedrigem N-Niveau somit höher. Die fraktionierte Isotopenmessung im Harnstoff-N erlaubte eine genauere Ermittlung des IRL durch die Bestimmung des recycelten 14N15N-Harnstoff.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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