Einfluss von NO und Iloprost auf pulmonal vaskuläre Effekte akuter und chronischer alveolärer Hypoxie

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Die hypoxische pulmonale Vasokonstriktion (HPV) erlaubt der Lunge die Perfusion der lokalen Ventilation anzupassen. Dies geschieht durch gezielte Vasokonstriktion der entsprechenden Lungengefäße in Arealen alveolärer Hypoxie. Dieses Prinzip ist auch als von Euler-Liljestrand-Mechanismus bekannt. Bei Persistieren einer chronischen, generalisierten Hypoxie kommt es zu einem sog. Remodelling , bei der es zu einer Hypertrophie und Hyperplasie der Media der Pulmonalgefäße kommt. Dieser Zustand bedingt einen erhöhten pulmonalvaskulären Widerstand, zu dem auch eine Daueraktivierung der hypoxischen pulmonalen Vasokonstriktion beitragen kann. Im Gefolge kommt es zu einer Rechtsherzhypertrophie.Frühere Studien haben widersprüchliche Ergebnisse in Bezug auf den Effekt von chronischer alveolärer Hypoxie auf die hypoxische pulmonale Vasokonstriktion gezeigt. Einige Studien zeigten eine Hemmung, andere ein Persistieren oder eine Verstärkung der Stärke der hypoxischen pulmonalen Vasokonstriktion nach chronischer alveolärer Hypoxie. Ziel dieser Dissertation war es zugrunde liegende Mechanismen sowie die Effekte von NO und Iloprost auf akute und chronische Effekte einer chronischen Hypoxieexposition am Kaninchen zu untersuchen. Darüber hinaus sollten Synergieeffekte einer Kombinationstherapie zur Behandlung der pulmonalen Hypertonie untersucht werden. Die Vasokonstriktion auf eine akute hypoxische Ventilation wurde innerhalb von 5 Tagen chronischer normobarer Hypoxie (1-42 Tage, 10% O2) herunterreguliert und änderte sich nicht mehr im Verlauf der chronischen normobaren hypoxischen Tierhaltung wohingegen die Vasokonstriktion auf das Thromboxanmimetikum U-46619 erhalten blieb. Die Herunterregulation der Stärke der hypoxischen pulmonalen Vasokonstriktion war unabhängig vom pulmonalen NO-System, gemessen am exhalierten NO, sowie dem Effekt von NG-Monomethyl-L-Arginin. Die chronische normobare hypoxische Tierhaltung führte zu einer Rechtsherzhypertrophie sowie zu einer Steigerung des pulmonalarteriellen Drucks in vivo. Die Therapie der pulmonalarteriellen Hypertonie mit kontinuierlicher NO-Inhalation (15ppb) während der chronischen normobaren hypoxischen Tierhaltung (42 Tage, 10% O2) führte zu einer Reduktion der Rechtsherzhypertrophie sowie zu einer Erhaltung der Vasokonstriktionsstärke auf eine akute hypoxische Ventilation, aber zu keiner pulmonalarteriellen Drucksenkung. Diese Veränderungen waren unabhängig von der endogenen NO-Synthese der Lunge.Es konnte gezeigt werden, dass eine präventive Therapie der pulmonalarteriellen Hypertonie mit dem Prostazyklin-Derivat Iloprost vor einer hypoxieinduzierten pulmonalen Hypertonie schützt, die Rechtsherzhypertrophie bei der hypoxieinduzierten pulmonalarteriellen Hypertonie jedoch nicht reduzierte. In Bezug auf die hypoxische pulmonale Vasokonstriktion konnte die Verringerung der hypoxischen pulmonalen Vasokonstriktionsstärke durch die seperate NO-Inhalation oder die kombinierte Therapie mit intravenösem Iloprost wiederhergestellt werden, nicht aber durch die separate Gabe von Iloprost. Dieses konnte nicht auf Veränderungen des NO-Systems zurückgeführt werden.Es ergaben sich keine Synergieeffekte bei einer Kombinationstherapie mit Iloprost und NO. Die vorliegende Arbeit zeigte zu dem, dass kombinierte Therapien in Bezug auf die pulmonalarterielle Hypertonie mit unterschiedlichen Vasodilatatoren eventuell auch nachteilige Effekte haben können und dass die charakteristischen Parameter einer hypoxieinduzierten pulmonalen Hypertonie, wie Rechtsherzhypertrophie, pulmonalarterieller Druck und hypoxische pulmonale Vasokonstriktion unter chronischer normobarer hypoxischer Tierhaltung nicht notwendigerweise funktionell gekoppelt sind.

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