Messung der T-Wellen Alternation nach akutem Myokardinfarkt und ihre Korrelation mit anderen prognostischen Parametern : eine prospektive Studie

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In der Bundesrepublik Deutschland und in den westlichen Industrieländern sind seit Jahrzehnten Erkrankungen des Herz-/Kreislaufsystems und insbesondere die koronare Herzerkrankung die Haupttodesursache überhaupt. Mehr als 100.000 Menschen sterben in Deutschland allein am plötzlichen Herztod, der in etwa der Hälfte der Fälle als Erstmanifestation der koronaren Herzkrankheit auftritt. Um das Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden, abschätzen zu können, wurde ein neues nicht-invasives Verfahren zur Risikostratifizierung, die T-Wellen Alternationsmessung (TWA) entwickelt. Diese Studie befasst sich mit der Inzidenz von T-Wellen Alternationen bei Patienten zwei Wochen nach akutem Myokardinfarkt und ihrer Korrelation mit anderen prognostischen Parametern wie Herzfrequenzvariabilität, Spätpotentiale, schlechte linksventrikuläre Ejektionsfraktion und ventrikuläre Extrasystolie nach Lown. Außerdem sollte die prädiktive Bedeutung der TWA für Vorhersagen von arrhythmischen Ereignissen bestimmt werden, diese Langzeitbeobachtung ist noch nicht abgeschlossen. Diese Studie umfasst alle Patienten, die nach dem 01.01.1998 mit einem transmuralen Myokardinfarkt im Justus-Liebig-Universitätsklinikum in Gießen behandelt wurden und die keine der folgenden Ausschlusskriterien aufwiesen: Schwere Rhythmusstörungen oder Linksschenkelblock, Herzinsuffizienz der NYHA Klasse 4, körperliche Unfähigkeit, ein Belastungs-EKG durchzuführen, anhaltende Angina pectoris oder in Kürze geplante myokardiale Revaskularisation wie PTCA oder Bypass. Die Studie wurde an 140 Patienten in Form einer Belastungsergometrie durchgeführt. Das Durchschnittsalter betrug 60+-13 Jahre, 106 der Patienten waren männlichen, 34 weiblichen Geschlechts. Die T-Wellen Alternationsmessung wurde 15+-6 Tage nach Infarkt durchgeführt. Bei 36 Patienten konnte die TWA-Messung nicht auswertet werden, weil sie die erforderliche Herzfrequenz nicht erreichten oder aufgrund einer nicht ausreichenden Unterdrückung des Hintergrundrauschens. Von den verbliebenen 104 Patienten war in 28 Fällen (27%) T-Wellen Alternationen induzierbar, davon bei zwei Patienten auch schon in Ruhe. Die T-Wellen Alternation ist auch in multivariater Analyse positiv korreliert mit höherem Alter, einem Nicht-Vorderwandinfarkt und einer schlechteren linksventrikulären Ejektionsfraktion. Der TWA-Status bei Patienten nach akutem Myokardinfarkt ist außer mit einer schlechten linksventrikulären Ejektionsfraktion mit keinem anderen häufig benutzten Marker für Arrhythmien wie Herzfrequenzvariabilität, pathologische Spätpotentiale und ventrikuläre Extrasystolie nach Lown korreliert. Die Inzidenz der T-Wellen Alternation nach akutem Myokardinfarkt beträgt 27%, ein statistischer Zusammenhang mit anderen prognostischen Parametern konnte in Bezug auf das Alter, auf einen Nicht-Vorderwandinfarkt und auf eine stark reduzierte linksventrikuläre Ejektionsfraktion hergestellt werden.

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