Prognostische Faktoren in zervikalen Karzinommetastasen unbekannter Primärtumoren

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Als gesicherter günstiger Prognosefaktor beim Vorliegen eines zervikalen Cancer of Unknown Primary (CUP) gilt die Assoziation mit einer Infektion durch Humane Papillomaviren (HPV). Eine solche Infektion führt u. a. zu einer Migration des sich normalerweise in der Zellwand befindlichen beta-Catenins in den Zellkern, wo dieses als Coaktivator für Transkriptionsfaktoren fungiert, sodass es zu Zellwachstum kommt. In dieser Arbeit wurden die wichtigsten Prognosefaktoren untersucht, da über diese bis jetzt nur wenig bekannt ist. Zudem wurde untersucht, ob und inwiefern beta-Catenin beim zervikalen CUP als prognostischer Faktor dienen kann, da dieses als EMT-Marker in Zusammenhang mit der Metastasierung, die bei allen Patienten mit CUP-Syndrom gegeben ist, von Bedeutung ist.Es konnte auf die Daten von 82 Patienten, die im Gießener Tumordokumentationssystem (GTDS) erfasst worden waren, zugegriffen werden. Anhand dieser Daten wurde eine IBM-SPSS-Datei erstellt, in die aus den Patientenakten extrahierte Risikofaktoren eingetragen wurden. Es wurden zudem 68 formalinfixierte, paraffineingebettete Gewebeproben (FFPE) auf das Vorliegen einer aktiven HPV-Infektion sowie der Lokalisation des beta-Catenins im Zellkern untersucht. Darauf folgte die statistische Auswertung einzelner Prognoseparameter, insbesondere der Einfluss einer HPV-Infektion sowie der beta-Catenin-Lokalisation in der Zelle, mittels univariater sowie multivariater Überlebenszeitanalysen.11 von 68 (16,2 %) der CUP-Patienten wiesen eine HPV-Assoziation auf. Diese ging verglichen mit HPV-negativen Patienten mit einer signifikant längeren Überlebenszeit (Log-Rank-Test, p < .001) einher und stellte den bedeutendsten Prognosefaktor dar. Eine nukleäre Lokalisation von beta-Catenin korrelierte dabei signifikant mit einem positiven HPV-Status (Log-Rank-Test, p = .032). Ein statistisch signifikanter Einfluss von beta-Catenin auf das Überleben und somit eine Funktion als prognostischer Marker konnten im Rahmen dieser Arbeit nicht festgestellt werden (Log-Rank-Test, p = .582). Es konnten jedoch für das verbliebene Kollektiv weitere signifikante prognostische Faktoren in folgender Reihenfolge, absteigend nach ihrer Hazard Ratio, ermittelt werden: Leukozytose (HR 5.048, p < .001), Fernmetastasierung (HR 3.639, p = .008), hoher ECOG-Status (HR 2.751, p = .007), hohe N-Kategorie (HR 2.636, p = .020) sowie Therapie mittels Neck Dissection (HR .143, p < .001). Somit konnten auch für HPV-negative Karzinome simple, jedoch statistisch hoch signifikante prognostische Faktoren ermittelt werden.

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