Validierung der Wirksamkeitsprüfung für Clostridium tetani Impfstoffe ad usum veterinarium durch den direkten Nachweis von Tetanus-Antitoxin im Zieltier mittels ELISA

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Die dargelegten Ergebnisse zur Validierung einer neuen Wirksamkeitsprüfung von Tetanus-Impfstoffen resultieren aus umfangreichen Feldstudien, durchgeführt mit neun unterschiedlichen Impfstoffen für das Pferd sowie acht Impfstoffen für das Schaf. Insgesamt wurden 102 Pferde und 82 Schafe entsprechend den Angaben in der Gebrauchsinformation immunisiert. Blutentnahmen fanden nach einem vorgegebenen Schema von bis zu zwei Jahren nach der ersten Impfung statt. Die Impfstoffe waren entweder monovalent oder enthielten zusätzlich eine Influenzakomponente (Pferd) oder weitere Clostridienantigene sowie Antigene von Mannheimia haemolytica und Pasteurella trehalosi (Schaf). Im Ganzen konnten 564 Pferdesera und 257 Schafsera von geimpften Tieren auf ihren Tetanus-Antitoxin-Gehalt untersucht werden. Dazu wurde mit der vorliegenden Arbeit eine speziesunabhängige in vitro-Methode, der Doppel-Antigen ELISA, zum qualitativen und quantitativen Nachweis von Tetanus-Antitoxin-Titern in Pferde- und Schafsera entwickelt und auf ihre Eignung geprüft. Ergänzend, zur vergleichenden Einordnung und Kontrolle der Ergebnisse, wurden die Sera in einem weiteren, anti-Spezies-Konjugat-abhängigen indirekten ELISA getestet. Das Prinzip des Doppel-Antigen ELISA (DAE) beruht darauf, dass die Tetanus-Antikörper das Tetanustoxoid an zwei unterschiedlichen antigenen Determinanten binden. Damit wird der Test im Bereich niedriger Antikörperspiegel besonders spezifisch. Genau in diesem Bereich müssen relevante Aussagen über den Schutzstatus (neutralisierende Antikörper) getroffen werden. Die Nachweisgrenze von Tetanus-Antikörpern liegt hier im Bereich von 10-4 EE/ml. Der Vergleich von Werten einzelner Sera mit den im Mausneutralisationstest (MNT) ermittelten Ergebnissen ergab, dass Pferdesera mit einem Wert von 0,04 bzw. 0,05 EE/ml im DAE im Neutralisationstest eine Wertigkeit von größer 0,05 IE/ml bzw. 0,034 IE/ml aufwiesen und damit von der Tendenz her eine gute Übereinstimmung zeigten. Bei den Schafsera, die im Neutralisationstest mit > 0,05 IE/ml bewertet wurden, betrug der entsprechende Wert im DAE 0,24 EE/ml. Die Untersuchungen der Pferdegruppen ließen einen offensichtlichen Unterschied in der Antitoxinbildung gegen verschiedene Impfstoffe nach der zweiten Immunisierung erkennen, der statistisch allerdings nicht als signifikant zu sichern war. Eine Korrelation zwischen Lf-Gehalt im Impfstoff und dem im Tier induzierten Antitoxin-Titer konnte nicht festgestellt werden. Dagegen waren in den Schafgruppen nach der Grundimmunisierung durchaus statistisch signifikante Unterschiede in der Antitoxinbildung zwischen einzelnen Impfstoffen zu verzeichnen. Konsequenterweise könnte der Toxinneutralisationstest, der im Rahmen der Zulassung von Tetanus-Impfstoffen bislang angewandt wurde, durch den Doppel-Antigen ELISA ersetzt werden. Damit würde man auch den Anforderungen des Arzneibuches bezüglich der Verwendung von Tieren entsprechen, wonach einer Methode der Vorzug zu geben ist, die die Ablösung eines Tierversuches ermöglicht. Darüberhinaus erführe das Laborpersonal eine Entlastung durch den Wegfall der materiell aufwendigen Tierversuche und dem damit verbundenen Umgang mit dem Tetanustoxin.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2007

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