Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler intraossäre Gefäße darzustellen. Vom 12. bis 16. April 1977 demonstrierte von Hagens der Anatomischen Gesellschaft in Aachen seine Neue Möglichkeiten der Kunststoffeinbettung für histologische Großpräparate und makroskopische Trockenpräparate .Diese neue Möglichkeit der Kunststoffeinbettung führte in der Humanmedizin zu einer Revolution der Plastination.Endlich ist es möglich verschiedenste Gewebe in toto oder in Scheiben nahezu naturgetreu zu konservieren.Mit Hilfe der daraus weiterentwickelten Methoden der Scheibenplastination und sekundären Scheibenplastination nach Notermans sind sechs distale Pferdefußabschnitte präpariert worden, um die intraossäre Blutgefäßversorgung darstellen zu können.Fünf Zehenendorgane wurden mit der Scheibenplastination und ein Zehenendorgan mit Hilfe der sekundären Scheibenplastination präpariert.Die Scheibenplastination und die sekundäre Scheibenplastination sind Methoden um intraossäre Blutgefäße darzustellen. Man benötigt dafür jedoch ein hohes Maß an dreidimensionalen Vorstellungsvermögen um den Verlauf einzelner Gefäße über mehrere Plastinatsscheiben verfolgen zu können.Darüber hinaus zeigen beide Methoden weitere Vorteile gegenüber anderen Fixationsmethoden.Fast alle Gewebe lassen sich anhand beider Techniken in ihrer natürlichen Position und Form darstellen. Zudem sind sie geruchsfrei, infektionslos und extrem haltbar.Der Vorteil der sekundären Scheibenplastination gegenüber der Scheibenplastination liegt in der Möglichkeit Präparate mit eingelagertem Metall, wie zum Beispiel Endoprothesen, als Scheibenplastinat darzustellen.Die Nachteile beider Techniken sind die hohen Kosten für Verbrauchsmaterial und Gerätschaft, sowie der hohe zeitliche Aufwand um bestimmte Problematiken zu zeigen.
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