Untersuchungen zur Reliabilität einer neuen Quantitative Light-Induced Fluorescence basierten Methode zur klinischen Erfassung von Plaque bei Probanden mit Multi-Bracket-Apparaturen
Während der Therapie mit Multi-Bracket-Apparaturen steigt das Risiko für Karies und parodontale Erkrankungen, weshalb eine gute Mundhygiene besonders wichtig ist. Die Mundhygienemotivation erfolgt im klinischen Alltag meist mittels Sichtbarmachen der Plaque durch Anfärben mit Plaquerevelatoren. Anschließend ist die Entfernung der angefärbten Plaque und bei Patienten mit Multi-Bracket-Apparaturen oft auch der Austausch der angefärbten Ligaturen notwendig, weshalb die Methode beispielsweise für das Monitoring von Plaque in klinischen Studien ungeeignet ist. Quantitative Light-Induced Fluorescence-Digital (QLF-D) ist ein planimetrisches Plaquemessverfahren, welches auf der Autofluoreszenz der Plaque basiert und geeignet ist, Plaque ohne Anfärben sichtbar zu machen.Das Ziel dieser explorativen Studie bestand darin die Plaquemessmethode mittels QLF-D im Vergleich zur Plaquemessmethode mittels des Plaquerevelators Mira-2-Ton® bei Probanden mit Multi-Bracket-Apparatur unter verschiedenen Bedingungen zu validieren und festzustellen, ob QLF-D eine geeignete Methode zur Bestimmung der Plaquebedeckung der Zähne und zur Mundhygienemotivation von Patienten mit Multi-Bracket-Apparaturen ist.Dazu wurden Fotos mittels QLF-D (Fluoreszenzfotos) und konventionelle Fotos nach Anfärben mit Mira-2-Ton® sowohl in einem standardisierten Setting mit Stativ und Kinn-/Stirnstütze als auch unter klinischen Bedingungen und unter verschiedenen Lichtverhältnissen angefertigt und nach planimetrischer Auswertung miteinander verglichen. Die Vestibulär- und Oralflächen der Zähne 13 bis 23 und 33 bis 43 von 20 Probanden, respektive 480 Zahnflächen, wurden bewertet.
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