Sauerstoffversorgung der Darmschleimhaut in der moderaten Sepsis : Einfluss von Sympathikus- und Vasopressin-System auf die durch Hyperkapnie induzierte Verbesserung der Oxygenierung

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Die mikrozirkulatorische Sauerstoffversorgung (µHBO2) der gastrointestinalen Mukosa spielt eine essentielle Rolle in der Entwicklung und im Verlauf einer Sepsis. Eine moderate Hyperkapnie verbessert die mikrozirkulatorische Oxygenierung der Mukosa des Magen-Darm-Traktes. Eine Blockade des Vasopressin V1A-Rezeptors sowie eine Blockade des Sympathikussystems mittels Periduralanästhesie vermindern diesen positiven Effekt bei gesunden Tieren.Ziel dieser Studie ist es daher herauszufinden, ob und in wie weit das Vasopressin- und das Sympathikussystem auch im septischen Rattenmodell Einfluss auf die durch Hyperkapnie verbesserte Oxygenierung der Darmschleimhaut haben.Hierzu wurden 2 Versuchsreihen zu je 80 Versuchstieren durchgeführt. Die erste Versuchsreihe untersuchte die Wirkung einer V1A-Rezeptor -Blockade mittels des selektiven V1A- Rezeptor Blocker SR 49059. In der zweiten Versuchsreihe wurde das Sympathikussystem mittels Hexamethonium-Infusion blockiert.Als Versuchstiere wurden männliche Wistar-Ratten gleicher Gewichtsklasse verwendet. Die Tiere wurden randomisiert in 8 Gruppen (n=10) pro Reihe unterteilt. Je 40 Tiere wurden einer Colon Ascendens Stent Peritonitis (CASP) Operation oder einer Sham-Operation mit einem 14G-Stent unterzogen. 24 Stunden nach Sepsisinduktion wurden die Tiere narkotisiert und für 120 Minuten beatmet. Die Tiere wurden entweder normokapnisch beatmet oder in eine moderate Hyperkapnie geführt (pCO2 von 65-75 mm Hg).Über die gesamte Versuchszeit wurden sowohl systemische als auch mikrozirkuläre Parameter erfasst. Besonderes Augenmerk lag hierbei bei der mikrozirkulatorischen Oxygenierung (µHBO2). Bei den Kontrolltieren blieb in allen Gruppen die regionale Oxygenierung konstant, unabhängig davon, ob sie mit Vehikel oder mit Wirkstoff infundiert wurden.Bei den septischen Tieren beider Gruppen fiel unter normokapnischer Beatmung die µHBO2 signifikant ab. Unter Hyperkapnie konnte in der ersten Versuchsreihe eine Stabilisierung der µHBO2 erreicht werden. Diese Stabilisierung wurde unter Vasopressinblockade aufgehoben (-9,2 ± 9,8 %, p<0,05 bei 120 Minuten).In der zweiten Versuchsreihe verbesserte eine Hyperkapnie die µHBO2 signifikant (+6,5 ± 8 %, p < 0,05 bei 90 Minuten und +7,8 ± 7,5 %, p < 0,05 bei 120 Minuten). Eine Hexamethonium-Infusion hemmte die Verbesserung der Mikrozirkulation durch Hyperkapnie nicht.Zusammenfassend führt eine Hyperkapnie zu einer verbesserten regionalen Sauerstoffversorgung der Darmschleimhaut. Das endogene Vasopressin-System scheint diesen Effekt auch unter septischen Bedingungen zu vermitteln und dies unabhängig vom Sympathikus.

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