In der vorgelegten Dissertation werden einige wesentliche Faktoren der zielgerichteten Anstrengungskalkulation in ihrem komplexen Zusammenwirken untersucht. Dies erfolgte mit Hilfe von drei experimentellen Studien mit studentischer Stichprobe sowie einer Feldstudie, in der Schüler der gymnasialen Oberstufe zu mehreren Messzeitpunkten befragt wurden. Die Anstrengungskalkulation für ein Ziel scheint entsprechend einem Kosten-Nutzen-Prinzip abzulaufen. Situationale (z.B. die Zielvalenz) wie auch dispositionelle (z.B. der Persönlichkeitsfaktor Need for Cognition) Faktoren beeinflussen, ob eine Person eine ausführliche und rationale Abwägung vornimmt, um ein notwendiges und gleichermaßen hinreichendes Ausmaß an Anstrengung zu ermitteln, das sie in den Zielverfolgungsprozess investieren möchte. In diesem Fall sollte das zielstrebende Individuum Informationen über Zielnähe und Zielfortschritt in ihrem Zusammenwirken als Informationsgrundlage heranziehen. Zielgerichtete Anstrengungskalkulation ist als ein dynamischer und ausgesprochen komplexer Prozess zu verstehen. Weitere Variablen, die im Zuge der vorliegenden Arbeit als bedeutsame Einflussfaktoren identifiziert werden konnten, sind das zielspezifische Fähigkeitsselbstkonzept sowie Emotionen, denen in der Kosten-Nutzen-Analyse eine Anreizfunktion zuzukommen scheint.
Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen