Thrombozytenaggregation und thromboembolisches Risiko : das Schwein als Modelltier zur endovaskulären Embolisation vonzerebralen arteriovenösen Malformationen beim Menschen
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Zusammenfassung
Arteriovenöse Malformationen (AVM) sind Mißbildungen mit Verbindung zwischen Arterien und Venen ohne zwischengeschaltetes Kapillarbett. Die Embolisation soll das Risiko einer nachfolgenden Operation vermindern. Das rete mirabilis des Schweins ähnelt der plexiformen AVM des Menschen, aus diesem Grund wird es als Modelltier zur Forschung und Ausbildung eingesetzt. Ein über die rechte Arteria femoralis eingebrachter Katheter, in der rechten Arteria carotis communis platziert, stellt dabei die arterielle Seite dar. Die venöse Drainage bildet die linke Arteria carotis communis, die distal des Zugang ligiert wird. Der Katheter wird in die linke Arteria pharyngealis ascendens bis über die Abzweigungen der Arteria occipitalis, pharyngealis ascendens ramus muscularis und carotis externa vorgeschoben. Der Druckgradient kommt über die Öffnung zur Atmosphäre zustande. Das Risiko thromboembolischer Komplikationen macht eine Heparinisierung erforderlich, diese erhöht jedoch die Blutungsneigung. Mit der Thrombozytenaggregation nach Born und dem Hämatologiegerät ADVIA 120 wurden die Aggregationsneigung und der Aktivierungsgrad der Thrombozyten untersucht, um Rückschlüsse auf das thromboembolische Risiko zu ziehen. Die Blutproben wurden vor Punktion der Gefäße, nach Punktion der Gefäße und Einbringen der Schleusen, 20 Minuten nach Heparinapplikation, nach Platzierung der Mikrokatheter im rete mirabilis sowie nach der Embolisation gewonnen. Bei Betrachtung der Thrombozytenaggregation fällt eine erhöhte Reaktivität nach Punktion der Gefäße auf. Dieser Schritt birgt das größte Risiko thromboembolischer Komplikationen. Die durch die Manipulation aktivierten Blutplättchen wurden, wie der MPC vermuten läßt verbraucht, die verbliebenen zeigten mit der Aggregation nach Born eine vergleichsweise erhöhte Aggregationsneigung. Im Folgenden wurden die Thrombozyten durch die Heparinisierung gehemmt. In Bezug auf die Induktoren zeigten die Aggregationskurven mit Kollagen eine deutlichere Dosisabhängigkeit. Die Aggregationsneigung der Thrombozyten betreffend waren die Unterschiede mit ADP als Induktor prägnanter.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
