CT-Rhinometrie : Prospektive Studie zur Nasenatmung anhand CT-basierter Schnitte des Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlensystems
Lade...
Datum
Autor:innen
Betreuer/Gutachter
Weitere Beteiligte
Beteiligte Institutionen
Herausgeber
Zeitschriftentitel
ISSN der Zeitschrift
Bandtitel
Verlag
Lizenz
Zitierlink
Zusammenfassung
Die Nasen- und Nasennebenhöhlen stellen ein komplexes System aus hinter- und parallel geschalteten Strömungswiderständen dar, deren Hauptfunktion die Erzeugung und Aufrechterhaltung eines physiologischen Widerstandsverhaltens ist. Die heute zur Verfügung stehenden rhinologischen Funktionsdiagnostika, wie etwa die Rhinomanometrie (RMM) oder die akustische Rhinometrie (AR), erfassen den komplexen Vorgang der nasalen Atmung jedoch nicht ausreichend; zudem lassen sie sich am Tier nur bedingt anwenden. Demgegenüber stellt die Computertomographie (CT) des Nasenhöhlen- und Nasennebenhöhlensystems heute die Basis für die chirurgische Navigation während rhinologischer Eingriffe dar, und wird auch in der Veterinärmedizin zunehmend angewandt. Aufgrund der hohen Inzidenz der Beeinträchtigung der respiratorischen Funktion der Nase, ist das Interesse an weiterführenden diagnostischen Verfahren in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Ziel dieser Studie ist es daher zu prüfen, ob es anhand CT-basierter, anatomischer Daten und rhinomanometrischer Messwerte möglich ist, ein strömungsphysikalisch basiertes Modell zur Berechnung und somit zur Beurteilung des nasalen Strömungswiderstandes zu entwickeln, um so eine operative Navigation zu verbessern. Ein entsprechendes Modell könnte auch für die Veterinärmedizin von Interesse sein, da es am Tier nur schwer möglich ist Aussagen über die Nasenatmung und deren Behinderungen zu treffen.Anhand der CT-Datensätze von 50 Patienten wurden die Flächenwerte und hydraulischen Durchmesser von insgesamt sechs zuvor definierten Schnittbildern bestimmt und die Ergebnisse mit der Fachliteratur verglichen. Daraufhin wurden die ermittelten Daten mithilfe einer multilinearen Regressionsanalyse in Korrelation zu den jeweiligen rhinomanometrischen Messwerten gestellt.Die Ergebnisse der Flächenwerte bzw. der Werte der hydraulischen Durchmesser wiesen im Vergleich mit der Fachliteratur eine gute Reproduzierbarkeit auf. Dagegen zeigten die Ergebnisse der Regressionsanalyse eine nur unzureichende Übereinstimmung der anhand der CT ermittelten Werte und den Messergebnissen der RMM: So wiesen mehr als 70% der Regressionswerte sowohl für die Flächen als auch für die hydraulischen Durchmesser einen negativen Erwartungswert auf. In diesem Zusammenhang schätzen die Ergebnisse der CT-Rhinometrie die Werte der rhinomanometrischen Messung durchschnittlich als zu gering. Entsprechend lässt sich der transnasale Strömungswiderstand mit diesem Regressionsmodell nicht allein anhand der CT-Daten ermitteln. In diesem Sinne erweist sich die CT-Rhinometrie als ein für die klinische Praxis eher ungeeignetes Verfahren. Ein entsprechender Einsatz dieser Messmethode scheint daher auch in der Veterinärmedizin weniger geeignet.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
