Immunoassays werden inzwischen weltweit zum schnellen Drogenscreening eingesetzt. Sie sind ein wertvolles Hilfsmittel zur Suchanalyse für legale und illegale Drogen aber es besteht ein nicht zu vernachlässigendes Risiko von falsch-negativen und falsch-positiven Befunden und zahlreiche Fehlerquellen müssen in Betracht gezogen werden, wenn sie unkritisch interpretiert und ohne valide Bestätigungsverfahren eingesetzt werden.
In einer langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit mit einer großen psychiatrischen Klinik überprüften wir zweifelhafte und inplausible immunchemische Harnbefunde mit gaschromatographisch-massenspektrometrischen Bestätigungsmethoden.
In der Arbeit werden anhand von Fallbeispielen typische Fehlerquellen, wie z.B. der Einfluss unkritischer Kreatininkorrekturen, simultaner Medikationen, wechselnder Ernährungsgewohnheiten und eingeschränkter Elimination aufgezeigt. In Übereinkunft mit nationalen und internationalen Fachgesellschaften ist festzustellen, dass Immunoassays ohne jeden Zweifel als wertvolle Screeningverfahren zu empfehlen sind.
Andererseits ist eine Bestätigungsanalyse mit definitiven Methoden (GC/MS oder LC/MS) zur validen Identifizierung, Unterscheidung zwischen aktiven und inaktiven Metaboliten, Erfassung von Begleitstoffen und präziser Bestimmung in Körperflüssigkeiten unverzichtbar.
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