Bei der Infektion von Rinderendothelzellen durch Eimeria bovis kommt es zurEntwicklung einer parasitophoren Vakuole. Dabei liegt die Vakuolenmembran beiprimären Rinderendothelzellen -gewonnen aus der Nabelschnur und der Milz- sehr eng amSporozoiten an. Im Gegensatz dazu bildet sich in den VERO-Zellen, einer Zelllinie aus derNiere der Grünen Meerkatze, eine Vakuole, die sehr viel größer als der Sporozoit ist.Durch Anfärben der Zellmembran mit dem reversibel an die Membranen bindendenFarbstoff FM 1-43 konnte in dieser Arbeit gezeigt werden, dass es zu keiner Fusionzwischen Vesikeln und Vakuolenmembran kommt. Anderenfalls hätte die Anfärbungbereits infizierter Zellen zu einer Bindung des Farbstoffes an die intravakuolärenSporozoiten erfolgen müssen.
Ein weiteres Ergebnis dieser Arbeit ist, dass sich das Zytoskelett durch Einwirkung desParasiten massiv vermehrt, und zwar im Entwicklungsstadium vom Sporozoiten zumSchizonten. Sowohl Tubulin als auch Aktin nehmen um den Schizonten herum stark zu.Dabei kommt es auch zu einer Vermehrung des azetylierten Tubulins.
Im Laufe der Entwicklung lassen sich mit dem DNA-Farbstoff H33342 die Kerne derMerozoiten färben. Aber während der Entwicklung kommt es zu einem Stadium, in demsich innerhalb des Schizonten keine DNA anfärben lässt.
Für zukünftige Untersuchungen wurde ein sehr starker Hinweis dafür gefunden, dassEimeria bovis Apoptosen verhindern kann, die sonst durch Actinomycin D in denverwendeten Zelllinien induzierbar waren. Bei Gabe von Colchicin kommt es trotz starkverändertem Tubulin zu einer Weiterentwicklung bis hin zum Schizonten mit Merozoiten.
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