Untersuchung des Potentials von Kollagenpeptiden zur Prävention von Osteoporose

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2022-08-12

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Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine Abnahme der Knochendichte und eine Verminderung der Knochenqualität gekennzeichnet ist (World Health Organization, 2007). Die Hauptkomplikation der Osteoporose ist die erhöhte Anfälligkeit für Frakturen, die sich negativ auf die Lebensqualität und Lebenserwartung auswirkt (Center et al., 1999; Hallberg et al., 2009). Es wird geschätzt, dass etwa ein Drittel aller Frauen und jeder fünfte Mann über 50 Jahre an Osteoporose leidet (Melton et al., 1998). Zurzeit wird davon ausgegangen, dass weltweit über 200 Millionen Menschen von Osteoporose betroffen sind (Sözen et al., 2017). Mit dem demografischen Wandel und der damit einhergehenden Alterung der Bevölkerung ist in den kommenden Jahren mit einem drastischen Anstieg dieser Zahl zu rechnen. Die Erkrankung entsteht oft schleichend und symptomlos, wodurch eine Diagnose häufig erst nach einem Knochenbruch erfolgt (Liu et al., 2016). Obwohl es diverse Medikamente zur Behandlung der Osteoporose gibt, wie Bisphosphonate oder Parathormon-Derivate, ist die Compliance gering und die Heilungschancen begrenzt (Ziller et al., 2012; Fardellone et al., 2019). So führt allein in Deutschland nur jeder sechste Patient nach einem Jahr seine medikamentöse Therapie fort (Hadji et al., 2013).
Vor diesem Hintergrund sind evidenzbasierte Strategien zur Prävention von Osteoporose von besonderer Notwendigkeit. Eine solche Strategie ist ein nutritiver Ansatz, der mit weniger Nebenwirkungen und einer erhöhten Compliance einhergeht (Hubbard et al., 2012). In jüngster Zeit haben Kollagenpeptide als ergänzende Behandlungsoption für verschiedene Erkrankungen an Bedeutung gewonnen. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass die orale Einnahme von Kollagenpeptiden positive Auswirkungen auf die Wundheilung (Miyab et al., 2020), die Gelenkfunktion (Kumar et al., 2015), die Hautbeschaffenheit (Lee et al., 2023) und die Knochendichte bei postmenopausalen Frauen (König et al., 2018; Adamidou et al., 2022) hat. Dennoch bleibt die bioaktive Wirkung sowie die Interaktionen auf zellulärer und molekularer Ebene ein Schwerpunkt aktueller Forschung.

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