Zur Revaskularisation der unteren Extremität kommen verschiedene Verfahren zur Anwendung. Diese können unter den beiden Hauptdisziplinen der endovaskulären und offen-chirurgischen Revaskularisation zusammengefasst werden. Aufgrund von Mehretagenerkrankungen werden die Methoden zunehmend in sogenannten Hybrideingriffen miteinander kombiniert.Ziel dieser Arbeit war es herauszufinden, ob das Hybridverfahren andere Ergebnisse im Hinblick auf das Outcome der Patienten hervorbringt als die konventionelle Behandlung mit einem Bypass. Um eine Beurteilung dieser Fragestellung zu ermöglichen, war es wichtig, die Ausgangssituation der beiden Gruppen zu untersuchen.Die Studie wurde retrospektiv anhand von bereits vorhandenen Daten durchgeführt. Anhand der Ein- und Ausschlusskriterien wurden 109 Fälle identifiziert. Entsprechend des durchgeführten Verfahrens erfolgte die Zuteilung zu den beiden Studiengruppen. Die Wahl des Verfahrens traf der behandelnde Operateur, sodass die Zuteilung ohne Randomisierung erfolgte. Die Dauer des Follow-up betrug im Mittel 18 Monate.Untersucht wurde der postoperative Aufenthalt insgesamt und auf ICU, die Früh- und Spätkomplikationen sowie die Mortalität. Aufgrund der geringen Fallzahl konnten bezüglich des Outcome keine statistisch signifikanten Unterschiede, wohl aber eine Tendenz festgestellt werden. Die Vergleichbarkeit der Gruppen wurde durch die statistisch signifikant unterschiedliche Anschlusssituation der beiden Gruppen beschränkt. Die Zunahme der Prävalenz und der Komplexität des Krankheitsbildes der pAVK stellen dessen Behandlung vor neue Herausforderungen. Die Kombination von endovaskulären und offen chirurgischen Verfahren stellt einen neuen vielversprechenden Behandlungsansatz für das Bild der Mehretagenerkrankung dar. In Ermangelung an einheitlichen Ergebnissen und medizinischen Leitlinien zu diesem Verfahren sind prospektive Studien mit größeren Fallzahlen und homogenen Definitionen sowie Patientenkollektiven nötig, um den wachsenden Anforderungen an die Therapie dieser Erkrankung adäquat zu begegnen.
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