Digitale Grauwertanalyse am Endometrium puerperaler Stuten

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In der Zyklusdiagnostik von Stuten hat sich die digitale Grauwertanalyse als ein sensitives Verfahren zur Erfassung zyklisch bedingter Veränderungen am Endometrium geschlechts-gesunder Stuten bewährt. Darüber hinaus ist mit Hilfe der digitalen Grauwertanalyse die Differenzierung zwischen physiologischen und pathologischen Prozessen am Endometrium zyklischer Stuten möglich. Ziel dieser Untersuchung war es, herauszufinden inwieweit sich die digitale Grauwertanalyse als diagnostische Methode eignet, Involutionsstörungen am Endometrium von puerperalen Stuten zwischen dem zweiten und achten Tag post partum darzustellen. Dazu wurde diese Methode an insgesamt 60 Stuten im Puerperium angewendet. Im Patientenkollektiv befanden sich Stuten mit einem ungestörten Puerperium (n = 29) und Stuten mit einem gestörten Puerperalverlauf (n = 31). Die Gruppe der Stuten mit einem gestörten Puerperium wurde anhand klinischer Befunde und anamnestischer Daten in zwei Gruppen unterteilt. Die Gruppe III umfasste 13 Stuten mit den klinischen Symptomen eines gestörten Puerperalverlaufs nach dem vollständigen und zeitgerechten Ablösen der Fetalmembranen. Die Gruppe IV bestand aus 18 Stuten mit einer Retentio secundinarum.Folgende relevante Ergebnisse wurden erzielt:- Die Wiederholbarkeit der Messergebnisse für den Parameter mittlerer Grauwert am Endometrium puerperaler Stuten mit ungestörtem Puerperium war hoch.- Der Involutionsprozess der Zervix war bis einschließlich vier Tage post partum zwischen den drei Gruppen der puerperalen Stuten signifikant verschieden. Die Zervixinvolution war im ungestörten Puerperium am schnellsten.- Die Aktivität des linken Ovars war sechs Tage post partum zwischen den drei Gruppen der puerperalen Stuten signifikant verschieden. Stuten mit klinisch gestörtem Puerperium ohne Nachgeburtsverhaltung hatten zu diesem Zeitpunkt eine reduzierte ovarielle Aktivität am linken Ovar.- Die Echogenität des Endometriums war sechs Tage post partum zwischen den Stuten der drei Gruppen signifikant verschieden. An den anderen Untersuchungstagen war der Unterschied zwischen den mittleren Grauwerten am Endometrium nicht signifikant.- Der Verlauf der mittleren Grauwerte war zwischen den drei Gruppen der puerperalen Stuten vom zweiten bis achten Tag post partum signifikant verschieden.- Der mittlere Grauwert der Stuten mit einer Retentio secundinarum nahm zwischen dem vierten und sechsten Tag post partum deutlich ab.- Der signifikante Unterschied des mittleren Grauwertes zwischen den drei Gruppen der puerperalen Stuten war unabhängig von der Untersuchungslokalisation.- Der mittlere Grauwert am Endometrium gravider Stuten nahm ante partum tendenziell ab.Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Einsatz der eindimensionalen digitalen Grauwertanalyse unter Auswertung des Texturparameters mittlerer Grauwert in Kombination mit der klinisch-gynäkologischen Untersuchung eine geeignete diagnostische Methode darstellt, um Prozesse am puerperalen Endometrium darzustellen und zu beurteilen.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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