Der nichtradioaktive Protein Truncation Test : Eine Methode zum Screenen auf translationsterminierende Mutationen in putativen Tumorsuppressorgenen. Untersuchungen des GRAF-Gens bei Kindern mit akuter myeloischer Leukämie
Der zum Screenen von translationsterminierenden Mutationen geeignete Protein Truncation Test konnte in dieser Arbeit unter Verwendung von Plasmid-DNA als nicht-radioaktiver Protein Truncation Test etabliert werden. Verschiedene Ansätze, PCR-amplifizierte DNA ohne Klonierung direkt mittels PTT zu untersuchen, scheiterten.
Mit dem nicht-radioaktiven Protein Truncation Test wurde das GRAF-Gen untersucht, das möglicherweise als Tumorsuppressorgen fungiert und eine Rolle bei der Entstehung von AML und MDS spielt. Bei den 24 untersuchten Proben von Patienten mit AML wurde einmal ein vorzeitiges Stop-Codon entdeckt, das sich allerdings als Fehlinkorporation eines Nukleotids durch die Taq-Polymerase herausstellte. Bei fünf Patienten zeigte sich eine Deletion von Exon 21. In nicht-leukämischen Zellen ist eine solche Splicevariante bisher nicht beschrieben. Es liegen noch keine Daten über einen möglichen Einfluss dieser Deletion auf die Entstehung von AML / MDS, bzw. andere Erkrankungen vor. Die Klärung dieser Frage bleibt weiteren Studien vorbehalten.
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