Willem de Kooning: Schwarz und Weiß im Abstrakten Expressionismus : "Black and White Paintings" (ca. 1945-50) und "Rome Series" (1959/60)
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Zusammenfassung
In der Dissertation kristallisierten sich Schwarz und Weiß als Ausdruck von Willem de Koonings Reflexion über grundlegende künstlerische und kunsttheoretische Fragestellungen heraus. Das Material Farbe wurde vom Künstler in verschiedener Hinsicht mit Bedeutung aufgeladen und so zu einem Ort der Wissensvermittlung gemacht. In Bezug auf die untersuchten Werkgruppen "Black and White Paintings" und "Rome Series" zielte de Kooning in seiner theoretischen und ästhetischen Praxis darauf ab, künstlerische Aspekte des Abstrakten Expressionismus mit Elementen der Klassischen Moderne sowie grundlegenden Fragestellungen des kunsttheoretischen Diskurses über "disegno" und colore" miteinander zu verbinden. Wie die vorliegende Studie erstmals zeigen konnte, besteht die Werkgruppe der "Rome Series" aus deutlich mehr Arbeiten, als bislang in der Forschung angenommen wurde. Durch die Rekonstruktion von de Koonings Aufenthalt in Rom und die Analyse zentraler Arbeiten und ihrer Entstehungsgeschichte wurde dargelegt, dass die in zwei Hälften unterteilte Werkgruppe und ihre Titel aus ihren jeweiligen Präsentations- und Vermarktungskontexten hervorgingen. Durch die kunsthistorische Kontextualisierung der "Rome Series" wurde deutlich, dass die inszenierte gestische Spontaneität mit Arbeitsverfahren jener Künstler in Beziehung gesetzt werden kann, die Ende der fünfziger Jahre die römische Kunstszene dominierten, dazu gehörten Afro Basaldella, Toti Scialoja, Alberto Burri, Mimmo Rotella und Lucio Fontana. Für beide Werkgruppen, die "Black and White Paintings" und die "Rome Series", ist festzustellen, dass sich de Kooning absichtsvoll künstlerischer Strategien bediente, um diese zu vermarkten. Verschiedene Aspekte des Werkprozesses fungieren als Weiterführung eines zentralen Problems der Moderne: als Frage nach dem Werk und seiner Vollendbarkeit. Sie zeigen die Auseinandersetzung des Künstlers mit eben dieser Problematik sowie dem Gegensatz von Idee und Werk auf, was als bewusste künstlerische Rezeption kunsthistorischer und künstlerischer Problemstellungen gedeutet werden kann. Mit beiden Werkgruppen arbeitete de Kooning somit oppositär zum dominierenden kunsttheoretischen Diskurs seiner Zeit, wie er in New York vorherrschte.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
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Band 1 = Text Band 2 = Abbildungen
