Validierung verschiedener Risikomodelle (Scores) für transkatheter Aortenklappenimplantationen (T-AKI)

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Theoretischer HintergrundDie Aortenklappenstenose stellt die häufigste Herzklappen-Erkrankung in westlichen Ländern dar. Mit der Entwicklung der transkatheter Aortenklappenimplantation steht eine neue Behandlungsmethode für Patienten zur Verfügung, welche nicht für eine konservativen Aortenklappenersatz in Frage kommen. Risikomodelle eignen sich für eine allgemeine Risikostratifizierung des Operationsrisikos und dienen zur Identifikation von Hochrisikopatienten. Untersucht und verglichen wurde retrospektiv die Aussagekraft des STS-, Euro-, Parsonnet-, French- und Ambler-Scores in Bezug auf Mortalität und Morbidität für T-AKI.MethodikDie Gegenüberstellung erfolgte mit Hilfe des Statistikprogrammes SPSS®. Das Patientenkollektiv umfasste 152 Patienten, die innerhalb des Zeitraumes vom 30.10.2008 bis 11.11.2010 in der Abteilung für Herzchirurgie des Herzzentrums der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim eine T-AKI erhielten.Ergebnisse53,3% der Patienten waren weiblich und die Altersspanne betrug 66 bis 96 Jahre mit einem Median von 82 Jahren. Die Klappenimplantationen erfolgten zu 32,9% transapikal und zu 67,1% transfemoral. Die Mortalität lag bei 11,8%. Die durchschnittliche Dauer des postoperativen Krankenhausaufenthalts lag bei 12±7 Tagen, wobei nach Definition durch den STS-Score 21,7% mit mehr als 14 Tagen eine verlängerte und 5,7% der Patienten mit weniger als 6 Tagen eine verkürzte Liegezeit hatten. Die mittlere Beatmungszeit lag bei 12 Stunden 37 Minuten ± 3 Stunden 26 Minuten, bei jedoch individuell stark variablen Beatmungszeiten. 6,6% der Patienten benötigten postoperativ eine Re-Operation.DiskussionInsgesamt lässt sich aussagen, dass alle fünf analysierten Risikomodelle die Risikotendenz einer T-AKI für einen Patienten zwar angemessen vorhersagen, eine zufriedenstellende Prognose bezüglich Mortalität und Morbidität jedoch durch keinen Score erreicht wird. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass der STS-Score die aktuelle Realität am besten widerspiegelt. Zusätzlich muss man festhalten, dass es sich bei dem analysierten Patientengut um die ersten T-AKI-Patienten der Klinik handelt. Eine gewisse Learning-Curve ist für dieses Verfahren beschrieben, sodass die Gesamtmortalität nach Durchlaufen dieser Lernkurve deutlich geringer ausfallen sollte.

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