Bildung von KOH-löslichem Fluorid in Abhängigkeit von Applikationshäufigkeit, Fluoridkonzentration und Fluoridverbindung von Zahnpasten

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Ziel dieser in-vitro Studie war zu untersuchen, welchen Effekt die Variationen der Applikationshäufigkeit, der Fluoridkonzentration und der Fluoridverbindung von Zahnpasten auf die Bildung von KOH-löslichem Fluorid (Kalziumfluorid und Kalziumfluorid-ähnliche Verbindungen) auf dem Rinderzahnschmelz haben.Zylindrische Rinderschmelzproben mit einem Durchmesser von 3 mm wurden plangeschliffen, poliert und unter Aussparung der zu behandelnden Oberfläche mit Gusswachs ummantelt. Die Proben wurden mit Aminfluorid (AmF) oder Natriumfluorid (NaF) Zahnpasten mit einer Fluoridkonzentration von 500 oder 1400 ppm behandelt. Die Applikationen erfolgten 1-, 2-, 4-, 8- oder 12-fach (2 Applikationen am Tag) für 1 min, zwischenzeitlich wurden die Proben in künstlichem Speichel gelagert. Nach der letzten Applikation wurden die Proben für 2 Stunden in künstlichem Speichel gelagert, anschließend wurde das KOH-lösliche Fluorid (µg/cm²) bestimmt.Im Vergleich zu der Kontrollgruppe kam es in allen Gruppen zu einer signifikanten Anreicherung mit KOH-löslichem Fluorid. Die Menge nahm mit der Applikationshäufigkeit und der Fluoridkonzentration zu. Die größte Menge KOH-löslichen Fluorids konnte nach Anwendung der AmF Zahnpaste mit 1400 ppm Fluorid- gemessen werden. Dieser Unterschied war im Vergleich zu den anderen Zahnpasten am deutlichsten nach 4-maliger Applikation. Unabhängig von der Fluoridverbindung konnten mit der höchsten Signifikanz nach 4 Applikationen unterschiedliche Mengen an gebildetem KOH-löslichen Fluorid zwischen den Zahnpasten mit 1400 ppm und 500 ppm nachgewiesen werden. Die Zahnpasten mit 1400 ppm F- waren unabhängig von der Fluoridverbindung denen mit 500 ppm F- überlegen. Nach 12 Applikationen zeigten sich keine signifikanten Unterschiede mehr zwischen den Zahnpasten.Die Untersuchungen im Kurzzeitexperiment zeigen, dass die Bildung von KOH-löslichem Fluorid in Abhängigkeit zur Häufigkeit der Applikation, der Fluoridkonzentration und der Fluoridverbindung von Zahnpasten erfolgt. Mit zunehmender Applikationshäufigkeit zeigte sich bei der Bildung des KOH-löslichen Fluorids ein Sättigungseffekt. Somit ist für zukünftige Studien empfehlenswert im Bereich von 4- Applikationen zu experimentieren, da hier die deutlichsten Unterschiede zwischen Zahnpasten mit unterschiedlicher Fluoridverbindung und -konzentration ermittelt wurden.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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