Untersuchung des akuten Effektes der transmyokardialen Laserrevaskularisation am ischämischen Myokard des Schweines : Validierung des Laser- Dopplers als geeignete Messmethode

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Die koronare Herzkrankheit (KHK) und ihre Folgen zählen heute immer noch zu den häufigsten Todesursachen in den Industrienationen. Die bisher angewendeten direkten Revaskularisationsverfahren, wie die Bypass-Operation und die Perkutane transluminale coronare Angioplastie (PTCA), haben in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, so dass auch Patienten mit einer schweren Form der Erkrankung noch erfolgreich behandelt werden können.Die Zahl der Patienten, bei denen keine Form der direkten Revaskularisation mehr möglich ist, nimmt jedoch stetig zu. Bei diesen Patienten bieten sich indirekte Revaskularisationsverfahren wie die transmyokardiale Laserrevaskularisation (TMLR) an. Die TMLR sorgt für eine alternative Blutversorgung des Myokards, wobei der genaue Wirkmechanismus bislang noch nicht vollständig geklärt ist. In Tierexperimenten konnte gezeigt werden, dass die TMLR- Behandlung zu einer Kapillareinsprossung in das ischämische Myokard führt, wobei diese Neoangiogenese die Gewebsdurchblutung nicht messbar verbessern konnte. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, durch die Messung der Mikrozirkulation und der Myokardperfusion am Modell der akuten myokardialen Ischämie am Schweineherzen, einen möglichen Wirkmechanismus der TMLR, der unmittelbar nach der Durchführung der TMLR auftritt, nachzuweisen.Da das Schweineherz über keine oder nur wenige Kollateralen verfügt, konnte eine Verbesserung der Durchblutung nach TMLR aufgrund von Kollateralen weitgehend ausgeschlossen werden. Eine Perfusionsverbesserung durch die Neoangiogenese ist ebenfalls nicht möglich, da diese erst zu einem späteren Zeitpunkt nach TMLR auftritt.Für die Messungen wurde der neu entwickelte Laser-Doppler OptoFlow* (LEA Medizintechnik) verwendet, mit dem die Mikrozirkulation an der Myokardoberfläche des schlagenden Herzens bis in eine Tiefe von 4 mm semiquantitativ bestimmt werden konnte. Bei der Studie wurden 35 Versuchstiere randomisiert in Kontrollgruppe und Interventionsgruppe aufgeteilt. In Vollnarkose wurde durch Ligatur des ersten Seitenastes der absteigenden Herzkranzarterie bei allen Tieren ein Vorderwandinfarkt hervorgerufen. Bei der Interventionsgruppe erfolgte ca. 30 Minuten nach Ligatur des Gefäßes die Laserung des ischämisch gewordenen Myokardareals, wobei 20 Kanäle in das Areal eingebracht wurden. Die Messungen mit dem Laser- Doppler erfolgten zu genau definierten Zeitpunkten vor und nach der Ligatur des Gefäßes. Wie die vorliegenden Untersuchungen zeigten, konnte als positiver Kurzzeiteffekt der TMLR ein Wiederanstieg der Durchblutung in einem zuvor ischämischen Gebiet nachgewiesen werden. Der zugrunde liegende Wirkmechanismus konnte allerdings nur ansatzweise interpretiert werden. Weitere Untersuchungen sollten angeschlossen werden.

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