Evaluation laparoskopischer Fertigkeiten in der operativen Medizin

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Im Rahmen der aktuellen chirurgischen Aus- und Weiterbildung besteht ein dringender Bedarf an effektiven Trainingsmethoden, welche simultan die objektive Evaluation manueller Fertigkeiten ermöglichen. Basierend auf dieser Notwendigkeit wurde ein einfaches und leicht durchzuführendes Trainingsmodell für laparoskopisch manuelle Fertigkeiten entwickelt. Die Laparoskopie ist eine komplexe Operationstechnik, die durch ihr besonderes Anforderungsprofil charakterisiert ist. Sie erfordert ein spezielles chirurgisches Training, welches generell außerhalb des Operationssaals erfolgen sollte, um somit die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten und dem Operateur eine grundlegende Selbstsicherheit patientenfern zu ermöglichen. Manuelle Fertigkeiten sind speziell durch die Besonderheiten der Laparoskopie beeinflusst. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die Hand-Augen-Koordination, die räumliche Tiefenwahrnehmung sowie die Hand-über-Hand-Technik. Durch das Training am Pelvitrainer können diese manuellen Fertigkeiten verbessert werden. Es wurde bereits nachgewiesen, dass sich dieser positive Trainingseffekt erfolgreich in den Operationssaal übertragen lässt. In der vorliegenden Arbeit wurde die manuelle Fertigkeit von 40 indischen Operateuren im Rahmen eines 6-tägigen Endoskopie-Trainingskurses untersucht. Hierfür wurde das Gießen Bench Station-Training definiert, welches eine standardisierte Trainingsumgebung mit vier Aufgaben darstellt, die nach strukturierten Kriterien sowohl quantitativ als auch qualitativ ausgewertet werden. Ziel dieser Arbeit war:1. die Etablierung eines Bench Station-Training Modells für die laparoskopische Ausbildung 2. Evaluation eines objektiven Auswertungsprotokolls für laparoskopische Fertigkeiten 3. Überprüfung des Trainingseffektes eines Laparoskopiekurses auf die laparoskopischen Fertigkeiten anhand einer Prä- sowie Posttest Durchführung.4. der Nachweis des Trainingseinflusses auf spezifische manuelle Fertigkeiten Mit Hilfe des GBS-Trainings und der Auswertungsprotokolle konnten laparoskopische Fertigkeiten gemessen und eine signifikante Verbesserung im Posttest nachgewiesen werden. Das GBS-Training ist ein einfach strukturiertes, jederzeit reproduzierbares und günstiges Trainingsmodell für Chirurgen unterschiedlichen Ausbildungsstandes. Es ermöglicht im Kontext mit einem einwöchigen Laparoskopiekurs das patientenferne Verbessern von laparoskopischen Fertigkeiten. Gleichzeitig zeigt dieses einfache Trainingsmodell eine hohe Anwenderfreundlichkeit. Das GBS-Training kann als sinnvolle Ergänzung im Rahmen der praktischen Ausbildung von angehenden Chirurgen eingesetzt werden.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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