Pathomechanismen der Schlafapnoe im Mausmodell : Rolle der endothelialen und induzierbaren NO-Synthase

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Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom des Menschen ist eine weitverbreitete Erkrankung, die durch Episoden intermittierender Hypoxämie charakterisiert ist. Chronisch intermittierende Hypoxie ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen, darunter arterielle und pulmonale Hypertonie. Die PH ist eine schwerwiegende Erkrankung mit schlechter Prognose, die in einer kardialen Dysfunktion mit terminaler rechtsventrikulärer Dekompensation gipfeln kann. Weiterhin kann systemischer Bluthochdruck zu einer linksventrikularen Hypertrophie führen, die zu einer systolischen und diastolischen Einschränkung der Herzfunktion mit nachfolgender Herzinsuffizienz führen kann. Momentan ist noch keine medikamentöse Therapie zur Behandlung des OSAS verfügbar. Die derzeitigen Behandlungsmethoden führen zwar zu einer Verbesserung der Symptome, jedoch ist darunter keine Therapie, die von allen Patienten akzeptiert wird und die die Ursachen der Entstehung der Herzkreislauferkrankung, der wesentlichen Todesursache, beseitigt. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Rolle von eNOS und iNOS in der Pathogenese der Herzkreislauferkrankung, darunter die arterielle und pulmonale Hypertonie, bei dem Krankheitsbild OSAS aufzuklären. Dazu wurden eNOS und iNOS KO Mäuse im Tiermodell der chronisch intermittierenden Hypoxie untersucht. Tägliche Blutdruckmessungen, echokardiographische und histologische Untersuchungen sowie die Ermittlung unterschiedlicher Parameter zur Analyse der Herzhypertrophie zeigten, dass eNOS KO Mäuse bereits unter Normoxie eine Dysfunktion des Herzens aufweisen, welche sich unter CIH weiter verschlechtert. Weiterhin zeigen diese Mäuse schon zu Beginn der Studie eine Hypertonie, welche sich allerdings unter CIH-Exposition nicht weiter verstärkte. Stattdessen war ein Blutdruckabfall, besonders des systolischen Blutdruckes zu erkennen. Allerdings ging dem Blutdruckabfall der CIH-exponierten eNOS KO Mäuse ein leichter Anstieg des Blutdruckes (insbesondere des diastolischen Blutdruckes) voraus. Im Gegensatz zu den Ergebnissen der eNOS KO Mäuse führte die Deletion von iNOS im Mausmodell der CIH zu einer protektiven Wirkung auf die Entwicklung einer arteriellen Hypertonie bzw. eines kardialen Phänotyps. Außerdem zeigten die morphologische Analysen der Lungengefäße, dass die iNOS KO Mäuse ein geringeres pulmonales Remodeling aufweisen und damit eine weniger stark ausgeprägte PH entwickeln als die WT Mäuse. Die positive Wirkung der Deletion von iNOS auf das Herz wird durch die Ergebnisse der westernblot-Analysen noch erhärtet. So spricht die erhöhte Proteinexpression von iNOS und in geringerem Maße auch von eNOS im Herzen dafür, dass die Überexpression dieser Isoformen im Rahmen der CIH entscheidend an der Ausbildung des kardialen Phänotyps beteiligt sind.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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