Messung der Lebensqualität von Patienten mit chronisch thromboembolischer pulmonaler Hypertonie der WHO-Funktionsklasse II vor und nach pulmonaler Endarteriektomie anhand des CAMPHOR-Fragebogens und Korrelation mit funktionellen Parametern

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http://dx.doi.org/10.22029/jlupub-2614

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Die chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) stellt eine Form der präkapillären pulmonalen Hypertonien dar, die mit einer Erhöhung der Druck- und Widerstandswerte im Lungenkreislauf einhergeht. Krankheitsbegleitende Symptome wie Dyspnoe und Müdigkeit sind unspezifisch, wirken sich aber zusammen mit der psychischen Belastung maßgeblich auf die Lebensqualität der Patienten aus. Die derzeit einzige potenziell kurative Therapie dieser seltenen, chronisch progredienten Erkrankung stellt die pulmonale Endarteriektomie (PEA) dar. Ziel der durchgeführten Studie war es sowohl den subjektiven als auch den objektiven Therapieerfolg einer PEA in einer niedrigen WHO-Funktionsklasse darzustellen und eventuelle Zusammenhänge zwischen der Lebensqualität und den funktionellen sowie hämodynamischen Parametern aufzuzeigen. Hierfür wurde die Lebensqualität von 38 CTEPH-Patienten der WHO-Funktionsklasse II, prä- und postoperativ, anhand des Cambridge Pulmonary Hypertension Outcome Review (CAMPHOR)-Fragebogens ermittelt. Zusätzlich wurden relevante Funktionsparameter erfasst, ihre prä- und postoperativen Differenzen ermittelt und den entsprechenden Daten der Fragebögen gegenübergestellt. Mittels Korrelationsanalysen wurde auf etwaige Zusammenhänge zwischen der Lebensqualität und den Untersuchungsparametern geprüft. Insgesamt konnte gezeigt werden, dass sich die krankheitsbezogene Lebensqualität von CTEPH-Patienten der WHO-Funktionsklasse II bei einer Mortalität von 0 % hochsignifikant durch eine PEA verbessern lässt. Dies spiegelt sich in allen Teil-Scores und im Gesamt-Score des CAMPHOR-Bogens wider. Des Weiteren konnte der Therapieerfolg der PEA auch durch die Erfassung von objektiven Untersuchungsparametern bestätigt werden. Trotz annähernd entsprechender Komplikationsraten im Vergleich zu höheren WHO-Funktionsklassen hatten perioperative Komplikationen in der vorliegenden Studie bei keinem Patienten letale Folgen. Ein operatives Vorgehen kann daher schon in niedrigen WHO-Funktionsklassen angeboten beziehungsweise sogar empfohlen werden. Von weiterem Interesse wären der Vergleich der Therapieauswirkung zwischen den verschiedenen WHO-Funktionsklassen und die jeweilige Langzeitentwicklung. Hierzu sind weitere prospektive multizentrische Studien mit größeren Fallzahlen notwendig.

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