Wirkung von Insulin auf die mikrovaskuläre endotheliale Barrierenfunktion

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In der vorliegenden Arbeit wurde die Auswirkung des Insulins auf dieStabilität der endothelialen Barriere untersucht. Gefäßendothelzellen bilden alseinlagige Zellschicht die luminale Oberfläche des gesamten Blutgefäßsystems.Insulin ist an einer Vielzahl von physiologischen Prozessen beteiligt, wie z. B beider Regulation der Permeabilität, des Vasotonus und der Hämostase. Insulin istein lebenswichtiges Peptidhormon, das neben seinen metabolischen Funktionenauch vasoaktive Wirkungen hat. So führt eine gesteigerte Insulinkonzentration zueiner Zunahme der Durchblutung der Extremitäten und zu einer Abnahme desGefäßwiderstandes. Die Stabilität der endothelialen Barriere wird über denkontraktilen Apparat, bestehend aus dem Aktin-Myosin-Komplex, und über Zell-Zell-Kontakte reguliert.In kultivierten koronaren mikrovaskulären Zellen der Ratte (RCEC) wurdenin einem ersten Schritt Insulinrezeptoren nachgewiesen. Des Weiteren wurdendie VE-Cadherin-Translokation, MLC-Phosphorylierung, Makromolekülpermeabilität,NO-Freisetzung, Akt- und Rac1-Aktivität unter Einfluss von Insulinuntersucht.Insulin führt zu einer MLC-Dephosphorylierung und VE-Cadherin-Translokation an die Zellgrenzen, was von einer signifikanten, konzentrationsabhängigenAbnahme der Makromolekülpermeabilität begleitet wird. Dermaximale Effekt wurde bei 1 IE/ml Insulin erreicht. Dieser protektive Effekt auf dieMakromolekülpermeabilität kann durch Genistein (Tyrosinkinase-Inhibitor) undHNMP(AM)3 (spezifischer Hemmstoff der Insulinrezeptor-Tyrosinkinase)vollständig gehemmt werden und zeigt damit, dass der Insulineffekt über denInsulinrezeptor vermittelt wird. Des Weiteren induziert Insulin die Aktivierung vonAkt und Rac1. Diese Effekte konnten durch einen Rac1-Inhibitor (NSC23766) undWortmannin (PI3K-Inhibitor) vollständig sowie mit L-NAME (eNOS-Inhibitor)teilweise gehemmt werden. Zusammenfassend stabilisiert Insulin Rezeptorvermitteltdie endotheliale Schrankenfunktion über PI3K/Akt-vermittelte Rac1-Aktivierung.In Zukunft könnten durch Verständnis dieses Signaltransduktionswegesneue therapeutische Strategien entwickelt werden, die vor einem Versagen derendothelialen Barriere schützen.

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Giessen : VVB Laufersweiler 2010

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