Positive Effekte der intravenösen Anwendung von n-3-poly-ungesättigten Fettsäuren auf die Unterdrückung von Vorhofflimmern nach aortokoronarer Bypassoperation

Lade...
Vorschaubild

Datum

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Vorhofflimmern (AF) ist die häufigste Komplikation nach ACB. Experimentelle Studien an isolierten Kardiomyozyten beweisen antyarrhythmische Effekte von n-3- poly-ungesättigten Fettsäuren. (PUFA) In neueren klinischen Studien konnte durch die orale Gabe von PUFA die häufigkeit von postoperativ auftretendem Vorhofflimmern effizient reduziert werden. Um das Problem der schwankenden Bioverfügbarkeit bei oraler Aplikation der PUFA zu umgehen, wählten wir den Weg der kontinuirlichen intravenösen Infusion über eine Spritzpumpe.Material und Methoden: 52 Patienten wurden randomisiert in der PUFA Gruppe, 50 Patienten bildeten die Kontroll-Gruppe. Patienten in der Kontrollgruppe erhielten 20%-ige Sojaöl-Emulsion in einer Dosierung von 100mg/kg/KG/Tag. Bei den Patienten der PUFA-Gruppe wurde eine Fischölemulsion in einer Dosierung von 100mg/kg/KG/Tag infundiert. Der primärer Endpunkt der Studie war das postoperative Auftreten von Vorhofflimmern (dokumentiert im 12-Kanal Oberflächen-EKG). Sekundärer Endpunkt war die Verweildauer auf der Intensivstation.Resultate: Bezüglich der demographischen, klinischen und chirurgischen Parameter zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen der beiden Gruppen. Postoperativ trat das Vorhofflimmern in der Plazebo-Gruppe bei 15 von 50 Patienten auf (30 %)In der PUFA-Gruppe trat postoperativ Vorhofflimmern nur bei insgesamt 8 von 52 Patienten auf (15.5%). Bei Patienten, die perioperativ Fischölemulsion erhielten, trat signifikant seltener das Vorhofflimmern auf. Bei diesen Patientenkonnte auch ein deutlich kürzerer Aufenthalt auf der Intensivstation dokumentiert werden.Fazit: Durch die perioperative Gabe von PUFA kann die Auftretenswahrscheinlichkeit von postoperativem Vorhofflimmern, sowie die Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation signifikant reduziert werden.Die perioperative intravenöse Applikation von PUFA kann als effiziente und nahezu nebenwirkungsfreie Therapie zur Reduktion von Vorhofflimmern empfohlen werden.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform