Chemisch induzierte Resistenz im Pathosystem Weizen - Echter Weizenmehltau : Cytologische und molekulare Funktionsanalyse eines Benzothiadiazols

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Durch synthetische Resistenzinduktoren wie BTH (Benzo[1,2,3]thiadiazol-7-carbothionsäure-S- methylester) und anderenFunktionsanaloga der Salizylsäure ist man heute in der Lage, das Phänomen der systemisch Induzierten Resistenz (SIR) in Pflanzen zukopieren und ihnen so einen lang anhaltenden Schutz gegenüber einem breiten Spektrum an Pathogenen zu verleihen. Die Mechanismen,welche der chemisch Induzierten Resistenz (CIR) in Getreide zugrunde liegen, sind bis heute weitgehend ungeklärt und wurden in dervorliegenden Arbeit anhand des Pathosystems Weizen- Echter Weizenmehltau cytologisch, biochemisch und molekular-biologischanalysiert. Dazu wurden zunächst die cytologischen Abwehrmechanismen, welche der CIR zugrunde liegen, aufgeklärt. Es zeigte sich, daß die CIR miteiner Steigerung der basalen Resistenz der Pflanzen durch Bildung effektiver Penetrationsbarrieren (Papillen) und hypersensitiven Zelltod(HR) nach einer Pathogenattacke einhergeht. Die Behandlung von Weizen mit BTH führt zur Expression verschiedener Gene mit teilweise unbekannter Funktion. Einige von ihnen sindspezifisch in der CIR exprimiert und werden deshalb als Markergene angesehen. Die zeitlichen und räumlichen Expressionsmuster von vierGenen konnten in Northern Analysen und in situ Hybridisierungen aufgeklärt werden. Durch den Vergleich verschiedenerApplikationsmethoden von BTH in Kombination mit Infektion durch Bgt konnten Hinweise auf die Bedeutung dieser Gene für die CIRgewonnen werden. Für WCI-3 und PR-1 konnte aufgrund der Expressionsprofile und ihrer Ähnlichkeiten zu anderen bekannten Genen gezeigt werden, daß siewahrscheinlich eine Aufgabe bei der unmittelbaren Pathogenabwehr haben. In Western Analysen konnte für PR-1 ein priming-Effektnachgewiesen werden. Das bedeutet, daß der Weizen nach einer Behandlung mit BTH, früher und stärker PR-1 akkumuliert und soeffektiver auf den Pathogenbefall reagieren kann. WCI-1 und LOX sind Gene, welche wahrscheinlich eine Rolle bei der Signaltransduktionspielen. Eine Funktion von WCI-1 in der Signaltransduktionskette nach BTH-Applikation liegt nahe, da WCI-1 früh und in räumlicherAssoziation zum Applikationsort des Induktors exprimiert wurde. Für die LOX konnte gezeigt werden, daß sie ein Schlüsselelement derCIR sein kann, da sie unabhängig von der Applikationsart des Induktors zelltypspezifisch in Leitbündelscheidezellen und direktangrenzenden Mesophyllzellen exprimiert wurde.

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