Die Proliferationsfähigkeit von Pulpazellen extrahierter wurzelunreifer Zähne des Menschen ist einer in vitro-Untersuchung unterzogen worden. Für die Aufnahme der Zähne dient ein bei Raumtemperatur langzeitbevorratbares Rettungsmedium.
Achtundzwanzig operativ entfernte wurzelunreife dritte Molaren des Menschen werden innerhalb von 10 Minuten nach OP in das Medium eingegeben und in Gruppen unterschiedlich lange bei Raumtemperatur darin aufbewahrt.
Mikromorphologische und immunhistochemische Untersuchungen der Pulpagewebe erfolgen nach Aufbewahrungszeiten von 0, 6, 12, 24 und 36 Stunden.
Mikromorphologische Betrachtung des Pulpagewebes über das Vorkommen immunhistochemisch markierter Zellen führen zu einer Begrenzung von Pulpaarealen zur Zellzählung und deren quantitative und varianzanalytische Auswertung.
Es kann ein Einfluss der Imbibitions- bzw. Aufbewahrungsdauer der wurzelunreifen Zähne im Zellnährmedium auf die Proliferation von Pulpazellen in vitro statistisch erhoben werden (p=0,0002). Speziell nach 36 Stunden im Rettungsmedium bei Raumtemperatur ist der Wert des mittleren Markierungsindex verglichen mit Gruppen 2, 3 und 4 in Gruppe 5 deutlich angestiegen. Das statistische Ergebnis beweist die Zunahme proliferierender Pulpazellen wurzelunreifer Zähne in vitro bis zu einer Aufbewahrungszeit von 36 Stunden nach Extraktion in einem Rettungsmedium bei Raumtemperatur.
In angenommener Abhängigkeit der Zellproliferation stehen Weiten foraminaler Öffnungen, die vermessen, und deren Mittelwerte festgestellt und ebenfalls statistisch ausgewertet werden. Zusammenhänge zwischen Zellproliferationen und Weiten der Foramina lassen sich in vorliegender Experimentalserie nicht erheben (p=0,17). Die mittleren Messwerte liegen für sämtliche untersuchte Gruppen über 1,3 Millimetern.
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