Verbraucher*innen-Akzeptanz von In-Vitro-Fleisch als Alternative zur konventionellen Fleischerzeugung - eine qualitative Analyse zur Ermittlung und Gegenüberstellung der Einstellungen und Motive der Generationen X und Z mittels Gruppendiskussionen

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In-Vitro-Fleisch (IVF) könnte in Zukunft als eine von vielen Fleischalternativen gelten und einen Beitrag zur Eindämmung der negativen Auswirkungen konventioneller Fleischerzeugung (KF) leisten. Mit dem Ziel, Einblicke in die Meinungsbildungs- und änderungsprozesse der IVF-Akzeptanz und den zu Grunde liegenden Motiven der Generationen X und Z zu erlangen, wurde ein qualitativer Forschungsansatz herangezogen. Dabei wurden zwei semistrukturierte Gruppendiskussionen mit je acht Teilnehmer*innen online durchgeführt und mithilfe einer strukturierenden Inhaltsanalyse ausgewertet. In der vorliegenden Arbeit konnten sensorische, ästhetische, ökonomische und gesundheitliche Motive als entscheidungsrelevante Faktoren für den persönlichen Konsum festgestellt werden. Im Einklang mit dem aktuellen Forschungsstand, stellt Neophobie eine prävalente Barriere für die Probierbereitschaft dar. Zudem spielten politische, ökologische und hygienische Motive bei der Beurteilung gesellschaftlicher Chancen und Risiken eine entscheidende Rolle. Dabei lassen die Ergebnisse vermuten, dass die wahrgenommene Relevanz des IVFs als Alternative zu KF und das erwartete Potential zur Bedürfnisbefriedigung Einfluss auf die IVF-Akzeptanz haben können. Weiterführende Forschung wird empfohlen, um die Komplexität der IVF-Akzeptanz zu entschlüsseln und Generationsunterschiede tiefgreifender zu erklären. Demnach könnte in Zukunft mittels einer repräsentativen quantitativen Forschung untersucht werden, inwiefern ein statistischer Zusammenhang zwischen dem persönlichen und gesellschaftlichen Bedarf an IVF und dem Alter bzw. der Generation besteht.

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