Effekte von Priming auf Selbstwirksamkeit und Zielsetzung

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In den letzten Jahren wurde viel Kritik in Bezug auf die Methode des Primings geäußert (z.B. Locke, 2015). Viele haben vor allem kritisiert, dass zu wenig darüber bekannt sei, auf welche Weise sich Priming auf die Zielvariablen (z.B. Leistung) auswirkt. Die vorliegende Dissertation soll erste Befunde dazu liefern, welche zugrunde liegenden Prozesse durch Priming von Leistung ausgelöst werden können.Mit Blick auf die Literatur wurde die Annahme aufgestellt, dass viele der verwendeten Leistungsprimes stark an das Konzept der vier Quellen der Selbstwirksamkeit erinnern und auf diese Weise klassifiziert werden können. In seiner Theorie definiert Bandura (1997) die eigenen Erfolgserlebnisse als stärkste Quelle der Selbstwirksamkeit. In dem Bestreben eine möglichst wirkungsvolle und zeitlich stabile Priming-Intervention zu entwickeln, wurde eine neue Intervention entwickelt, welche sich vor allem auf die eigenen Erfolgserlebnisse auswirken sollte. Zur Untersuchung der Priming-Effekte auf die Selbstwirksamkeit, die Zielsetzung, das Durchhaltevermögen und die Leistung, wurden zwei Studien durchgeführt. In beiden Studien wurde die Leistung anhand eines kognitiven Fähigkeitstests erfasst.In der ersten Studie (N = 68) wurden zwei Versuchsgruppen mit unterschiedlichen Primes mit einer Kontrollgruppe verglichen. Die Ergebnisse wiesen nur nominelle Leistungsunterschiede zwischen den Gruppen auf. In Bezug auf die aufgabenspezifische Selbstwirksamkeit konnten keine Unterschiede festgestellt werden. In einer zweiten experimentellen Studie (N = 256) wurden zusätzlich die Effekte des Primes auf die Zielsetzung, das Durchhaltevermögen und die Leistung untersucht. Um das Durchhaltevermögen zu untersuchen, konnten die Teilnehmer zwischen einer vorbereitenden Übung und einemSpiel wählen. Teilnehmer der Priminggruppe wiesen eine größere Tendenz dazu auf, die Übung zu wählen. Des Weiteren konnten Unterschiede im Setzen von Leistungszielen festgestellt werden. Die generelle Selbstwirksamkeit und die Zielorientierung wurden als moderierende Variablen des Primingeffekts untersucht. In der Analyse erwies sich die Leistungszielorientierung als Moderator des Zusammenhangs zwischen Prime und Zielsetzung.Die Untersuchung von Priming-Effekten auf die Leistung kann Hinweise darauf geben, wie u.a. die Leistung oder auch das Arbeitsverhalten, während eines Tests oder auch schon während der Vorbereitungsphase eines Tests, beeinflusst werden kann. Zudem wurde untersucht, inwieweit die Dispositon die Effekte von Priming-Interventionen beeinflusst. Die Ergebnisse wurden in Bezug auf die Übertragbarkeit zur Optimierung von Priming-Methoden diskutiert.

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