Überlagerung von Fernröntgenseitenbildern des Kopfes mittels der Okzipitalbasis und der Schädelbasis zur Beurteilung kieferorthopädischer Behandlungsergebnisse : eine kephalometrische Langzeituntersuchung

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Das Ziel der vorliegenden Arbeit war der Vergleich zweier Fernröntgenseitenbilder-Überlagerungsmethoden bei der Analyse des Mechanismus der Klasse II Korrektur (SO-Analyse nach Pancherz) in der Herbst-Behandlung. Das Patientengut umfasste 30 Jungen der Angle-Klasse II/1, die mit der Herbst-Apparatur behandelt wurden. Fernröntgenseitenbilder des Kopfes von (1) vor der Herbst-Behandlung, (2) nach durchschnittlich 7,5 monatige Behandlung und (3) durchschnittlich 5 Jahre nach der Behandlung wurden gemäß der Okzipitalbasismethode und der Schädelbasismethode überlagert. Für beide Überlagerungsmethoden wurde die Veränderung des Overjets, der Molarenrelation, der maxillären und mandibulären Basis, der Oberkiefer und Unterkiefer Schneidezähne und Molaren anhand der SO-Analyse ermittelt. Die röntgenkephalometrischen Veränderungen während drei Untersuchungszeiträumen wurden festgehalten: (1) therapeutischer Zeitraum, (2) posttherapeutischer Zeitraum und (3) totaler Zeitraum. Die klinische Relevanz der Veränderungen oder Gruppenunterschiede wurde auf +/- 1mm festgelegt. Die Untersuchung lieferte folgende Ergebnisse: Die Reproduzierbarkeit der Okzipitalbasismethode war besser als die der Schädelbasismethode. Der Vergleich der ermittelten Behandlungsergebnisse beider Überlagerungsmethoden zeigte folgendes: - Während des therapeutischen Zeitraumes gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Methoden. Das galt für alle Messvariablen mit Ausnahme von Overjet und Unterkiefer Schneidezahn. Bei der Okzipitalbasismethode lag eine stärkere Veränderung als bei der Schädelbasismethode vor. - Während des posttherapeutischen Zeitraumes war nur die Molarenrelationveränderung bei beiden Überlagerungsmethoden vergleichbar. Für den Overjet und allen skelettalen und dentalen Variablen waren die sagittalen Veränderungen bei der Okzipitalbasismethode größer als bei der Schädelbasismethode. Im Fall der mandibulären Basis hatte der Unterschied zwischen den beiden Methoden sogar eine hohe klinische Relevanz. Schlussfolgernd konnte festgestellt werden, dass, über einen kurzen Untersuchungszeitraum gesehen, keine markanten Unterschiede für die ausgewerteten Behandlungsergebnisse zwischen den beiden Überlagerungsmethoden vorlagen. Bei einem langen Untersuchungszeitraum dagegen werden bei der Überlagerung von Röntgenbildern über die Okzipitalbasis eher horizontale als vertikale Veränderungen betont, während bei der Überlagerung über die Schädelbasis eher vertikale als horizontale Veränderungen hervorgehoben werden.

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Frankfurt am Main: Dielmann 2003

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