Ressourcenverteilung in der häuslichen Altenpflege unter spezieller Berücksichtigung der Lebenssituation pflegender Töchter

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Die Auseinandersetzung mit dem wachsenden Bedarf an Versorgung, Pflege und Betreuung alter hilfe- und pflegebedürftiger Menschen wird auf gesellschaftspolitischer Ebe-ne intensiv geführt. Sie wird insbesondere in der Diskussion um die (Neu-)Ausrichtung des Pflegeversicherungsrechtes fokussiert und zeigt vielfältige Schnittmengen zu weiteren sozial- und familienpolitischen Handlungsfeldern. Bisherige Regulierungsinteressen zielen auf die Erhaltung und Stärkung häuslicher Pflegearrangements. Über 70 % der Leistungsbezieher der privaten und sozialen Pflegeversicherung leben in Privathaushalten. Der Fürsorgebereich häusliche Altenpflege wird weiterhin in traditioneller, geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung von Frauen, überwiegend aus der Generation der (Schwieger-)Töchter, getragen. In dieser Arbeit wird speziell aus ihrer Perspektive der Ressourceneinsatz in der häuslichen Altenpflege und die Vereinbarung der Aufgaben mit weiteren Lebens- und Arbeitsbereichen untersucht. Die Pflege eines Elternteils kennzeichnet für diese Frauen einen besonderen Lebensabschnitt, häufig gehen damit aber auch weitreichende ökonomische und soziale Benachteiligungen für die Pflegenden einher. Zentrale Frage ist, unter welchen Bedingungen für alle Beteiligten sinnvolle Pflegearrangements in der häuslichen Altenpflege entstehen können. Analytischer Zugang ist zum einen die Betrachtung konkreter Bedingungen auf Ebene des Privathaushalts und seines infrastrukturellen Umfelds, zum anderen pflege- und familienpolitische Ansätze im Handlungsfeld. Konzeptionell wird die Analyse von der Theorie haushälterischen Handelns der Gießener Arbeitsgruppe am Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaft getragen. Sie ermöglicht eine Herangehensweise, mit der die Komplexität lebensweltlicher Handlungen strukturiert analysiert werden kann. Erkenntnisse vorliegender Studien werden nach diesem Konzept ausgewertet. Sie werden komplementiert durch die Analyse von sieben Interviews, die im Rahmen einer eigenen qualitativen Studie mit pflegenden Töchtern entstanden. Diese Vorgehensweise ermöglicht einen Erkenntnisgewinn zur Situation pflegender Töchter sowie darüber hinaus im Handlungsfeld häusliche Altenpflege. In Verbindung mit den theoretischen Vorüberlegungen zeigt sich, dass häusliche Altenpflege für alle Beteiligten erst dann ein nachhaltiges Versorgungsmodell sein wird, wenn die Gleichwertigkeit von Familien- und Erwerbstätigkeit verankert wird und eine verstärkte Transparenz und Vernetzung professioneller Hilfsangebote in der häuslichen Altenpflege gelingt.

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