Nachweis von MMP-9-, MMP-14- und TIMP-1-mRNS im Gehirn von Hunden mit einer Staupeenzephalitis mittels in situ-Hybridisierung

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Matrix Metalloproteinasen (MMP)umfaßen eine Familie von proteolytischen zink- und calciumabhängigen Endoproteasen, die unter anderem in der Lage sind, die Blut-Hirn-Schranke zu degradieren, extrazelluläre Matrix und das basische Myelinprotein abzubauen. Um die zelluläre Lokalisation und den Gehalt an MMP-9-, MMP-14- und TIMP-1-mRNS im Gehirn von Hunden mit einer demyelinisierenden Staupeenzephalitis zu bestimmen, wurde Formalin-fixiertes und Paraffin-eingebettetes Kleinhirngewebe mittels in situ-Hybridisierung unter Verwendung von DIG-markierten RNS-Sonden untersucht. Zusätzlich erfolgte eine immunhistochemische Untersuchung, um die unterschiedlichen Plaquetypen bei der demyelinisierenden Staupeenzephalitis näher zu charakterisieren. Außerdem wurde sowohl mittels Immunhistologie und in situ-Hybridisierung Staupevirus-Nukleoprotein-Antigen bzw. -mRNS nachgewiesen. Gesunde Kontrolltiere zeigten ein geringes Signal von MMP-9-, MMP-14- und TIMP-1-mRNS in Neuronen, Astrozyten, Mikroglia und Oligodendrozyten. Im Kleinhirn der an Staupe erkrankten Hunde konnte eine starke Zunahme der MMP-9-, MMP-14- und TIMP-1-mRNS Expression vor allem in subakuten Herden mit Entzündung und in chronischen Läsionen beobachtet werden. Zusätzlich lag die Zahl der MMP-9- und MMP-14-mRNS exprimierenden Zellen gegenüber der TIMP-1-mRNS exprimierenden Zellzahl ca. 2- bis 3-mal so hoch. Durch Doppelmarkierungstechniken konnte gezeigt werden, daß in frühen Läsionen vor allem Astrozyten und aktivierte Makrophagen/Mikroglia MMP-9-, -14- und TIMP-1-mRNSexprimierten , wohingegen in älteren Läsionen vor allem Makrophagen/Mikroglia und infiltrierende Leukozyten den Hauptsyntheseort darstellten.Zusammenfassend läßt sich sagen, daß eine im Verhältnis geringere Aufregulierung der TIMP-1-mRNS Expression im Verhältnis zu den MMPs Hinweise auf eine MMP/TIMP Imbalance liefert, welche eine Schlüsselrolle im Fortschreiten der demyelinisierenden Staupeenzephalitis darstellen kann.

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