Vergleich der Verschlussmöglichkeiten fetoskopisch erzeugter Amnionmembrandefekte mit dezellularisierter humaner Amnionmembran und Kollagen
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Zusammenfassung
In der vorliegenden Studie wurde die Effektivität extrazellulärer Matrizes bei ihrer Verwendung zum Verschluss von fetoskopisch erzeugten Amniondefekten getestet. Verglichen wurde humane dezellularisierte Amnionmembran mit handelsüblicher Kollagenmatrix. Acht trächtige Kaninchen mit insgesamt 74 Amnionsäcken wurden am 23. Trächtigkeitstag einer Laparotomie und anschließenden Fetoskopie unterzogen. Die mit dem Endoskop gesetzten Amnionmembrandefekte wurden den beiden Verschlussmethoden dezellularisierte humaner Amnionmembran (DAM, n=10) und Kollagenpfropf (K, n= 10) sowie den positiven (kein Verschluss, n=7) und negativen (keine Punktion, n= 31) Kontrollgruppen zugeteilt. Die Matrix wurde in beiden Studiengruppen in den Defekt eingebracht und zusätzlich mit Fibrinkleber primärfixiert. Das Myometrium wurde anschließend vernäht und die Laparatomiewunde verschlossen. Am 30. Trächtigkeitstag erfolgte die Euthanasie der Tiere und in einer zweiten Laparatomie die Feststellung der Amnonintegrität, des Vorhandenseins von Amnionflüssigkeit, das Überleben der Feten sowie die Messung deren Körper-, Herz- und Lungengewicht. Die sich daraus ergebenden Quotienten wurden verglichen. Die Amnionmembranen wurden entnommen und einer histologischen Untersuchung unterzogen. Die DAM- Gruppe zeigte eine Amnionintegrität von 75%, die Kollagengruppe von 71,4% und damit keinen signifikanten Unterschied zu den übrigen Gruppen. Bei der positiven Kontrollgruppe wurde eine Amnionintegrität von 25% festgestellt, bei der negativen Kontrollgruppe waren 95,5% der Membranen intakt. Die Entwicklung des fetalen Körpergewichts sowie der fetalen Lungen und Herzgewichte ergaben keine signifikanten Unterschiede zwischen der negativen Kontrollgruppe und den Versuchsgruppen mit rupturierten oder intakten Membranen. Beide Matrizes erwiesen sich als geeignete Materialen für einen effektiven Verschluss fetoskopisch verursachter Amniondefekte. Die dezellularsierte humane Amnionmembran (DAM) erwies sich als einfacher anwendbar bezüglich der intraoperativen Handhabung. Es werden weitere Studien an Tieren mit längerer Gestationsdauer nötig sein um die Tauglichkeit der Membran über einen längeren Zeitraum zu beurteilen und um zu sehen, ob bei einem längeren Verbleiben der Membran Amnionzellen in die Matrix einwandern.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
