Spielt die Hyperinsulinämie eine Rolle bei der Entstehung der schwangerschaftsinduzierten Hypertonie?

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Die schwangerschaftinduzierte Hypertonie (SIH) ist häufig mit zusätzlichen Risikofaktoren verknüpft. In unserer Studie wurden Zusammenhänge zwischen Glukoseintoleranz, Hyperinsulinämie und schwangerschaftsinduzierter Hypertonie untersucht. Hierfür untersuchten wir 54 Patientinnen mit SIH und 62 gesunde Schwangere im gleichen Graviditätsalter. Es wurde ein oraler Glukosetoleranztest durchgeführt. Ein pathologischer Wert bezeichnete eine gestörte Glukosetoleranz, zwei pathologische Werte erlauben die Diagnose eines Gestationsdiabetes. Zusätzlich wurden die Insulin und C-Peptidkonzentrationen sowie die wichtigsten Parameter des Lipid- und Purinstoffwechsels ermittelt. Ebenso wurde der Bodymassindex (BMI = Körpergewicht vor der Gravidität [kg]/ Quadrat der Körpergröße [m2]) bestimmt. Es konnte gezeigt werden, dass die pathologische Glukosetoleranz bei Schwangeren mit SIH etwa 6 mal häufiger vorkommt. Auch der Gestationsdiabetes kommt bei den Patientinnen mit SIH signifikant häufiger vor als bei gesunden Schwangeren. Besonders interessant war der Vergleich der Insulinkonzentrationen beider Gruppen. Die Insulinkonzentrationen der Schwangeren mit SIH lagen stets signifikant über denen der gesunden Schwangeren. Auch in der Untersuchung der C-Peptidkonzentrationen in den beiden Gruppen ließ sich nachweisen, dass die Schwangeren mit SIH stets höhere C-Peptidkonzentrationen hatten als die gesunden Schwangeren Es zeigte sich auch, dass der Fettstoffwechsel bei den Schwangeren mit SIH gestört ist. Es wurden bei Ihnen tendentiell häufiger erhöhte LDL- und VLDL-Gehalte sowie erniedrigte HDL-Konzentrationen gemessen. Die Triglizeridkonzentration und die Konzentration des Apolipoprotein E waren in der SIH-Gruppe signifikant höher als in der Kontrollgruppe. Signifikant erhöht war der Anteil übergewichtiger und adipöser Schwangerer in der SIH-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Situation der Frauen mit SIH ist mit dem metabolischen Syndrom vergleichbar. Zwar kann die vorgestellte Untersuchung keine Antwort auf die Frage geben, ob Hyperinsulinämie und Insulinresistenz zur Entstehung der SIH führen, doch zeigt sie eindeutig, dass sie zumindest wichtige Begleiterscheinungen der schwangerschaftsinduzierten Hypertonie sind.

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