Ergebnisse nach operativ versorgten Rotatorenmanschettenrupturen unter besonderer Berücksichtigung des höheren Lebensalters

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In einer retrospektiven Untersuchung wurden 119 Patienten ausgewertet, bei denen die operative Rekonstruktion einer Rotatorenmanschettenruptur erfolgte.Die Eingriffe wurden von Mai 1997 bis Dezember 2001 in der chirurgischen Abteilung des Kreiskrankenhauses Frankenberg/Eder und von Januar 2002 bis September 2003 in der orthopädisch-unfallchirurgischen Abteilung des Kreiskrankenhauses Weilburg/Lahn durchgeführt. 68 Patienten waren älter als 60 Jahre, 53 von ihnen hatten eine Bateman-III und Bateman-IV Ruptur. Der alters- und geschlechtsadaptierte Mittelwert des Constant-Score betrug 83,5 Punkte der OP-Seite und 99,3 Punkte der Gegenseite. 77% der Patienten waren im Constant-Score den Notengruppen sehr gut bis befriedigend zuzuordnen. In allen Altersgruppen fanden sich mehr als 40 % der Patienten in der Notengruppe 1, während nur 27 % der Bateman IV Gruppe ein sehr gutes Ergebnis erreichten.Die Differenz der Score-Punkte (OP-Seite zur Gegenseite) zeigte keine ungünstigeren Werte in den höheren Altersgruppen, jedoch größere Differenzwerte in der Bateman-IV-Gruppe. Die Kraftdifferenz ist in den Altersgruppen annähernd gleich, jedoch erheblich größer von Bateman-III nach Bateman-IV. Der Mittelwert des Constant-Score ist nach AC-Resektion und Tenodese/-plastik der langen Bicepssehne niedriger, da sich diese Patienten überwiegend in den Bateman Gruppen III und IV finden. Die operativen Ergebnisse für die Einsehnenruptur (Supraspinatussehne) waren im Vergleich zu Zwei- und Dreisehnenrupturen erwartungsgemäß günstiger. Im Untersuchungskollektiv wurde bei 8,9% der Patienten eine Reruptur diagnostiziert.Der DASH-Score zeigte eine signifikante Korrelation zum Constant-Murley-Score, jedochwar das Niveau der Benotung mit 63 % Anteil der Notengruppen 1-3 ungünstiger. Im DASH-Score wurde ein Aktivitätsprofil für die operativ versorgte Rotatorenmanschettenrupturerstellt, welches für eine Spezifizierung von Rehabilitationsmaßnahmen genutzt werdenkann. Ergänzend zur standardisierten Arthrosonographie erfolgte die Messung des acromiohumeralenAbstandes und der Dicke der Supraspinatussehne. Es fand sich keine Korrelation zumConstant-Score und zur Kraftentwicklung.Die Patienteneinschätzung des erzielten OP-Ergebnisses und die Zufriedenheit wurde durchdas hohe Maß an Schmerzreduktion bestimmt und übertraf die Ergebnisse im Constant Score. Die Befriedigung über das erreichte OP Ergebnis drückt sich auch in der hohen Studienbeteiligungvon 81,8% aus. Beachtet man die präoperativen Ausschlusskriterien, so ist auch bei älteren Patienten (> 60Jahre) bei entsprechender Beschwerdesymptomatik und klinischem Befund die Versorgungder symptomatischen Rotatorenmanschettenruptur zu empfehlen.

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Erstpublikation in

Giessen : VVB Laufersweiler 2006

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