Strahlenbiologische Charakterisierung humaner Oropharynx-Karzinom-Zelllinien

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Die gängige, klinische Therapie bei HNSCC-Tumoren erfolgt derzeit mittels radikaler Resektion und adjuvanter Radio- und/oder Chemotherapie. Noxen-assoziierte HNSCC-Tumore stellen allerdings eine distinkte Entität im Vergleich zu HNSCC-Tumoren mit HPV-getriebener Karzinogenese dar, wenngleich die Patienten mit HPV-Assoziation ein besseres Gesamtüberleben aufweisen. Ob alleinige Radiotherapie bzw. Radiochemotherapie den gleichen Therapieerfolg wie Resektion mit anschließender Radio-Chemotherapie bringen würde ist derzeit nicht bekannt. Aus diesem Grund wurden in der vorliegenden Arbeit HNSCC-Tumorzellen mit und ohne HPV-Assoziation in vitro bestrahlt und anschließend molekularbiologisch anhand von Zellzyklus-Analysen, Protein- und mRNA-Expression untersucht. Des Weiteren wurde die Expression der viralen Onkogene E6 und E7 in den HPV-positiven Tumorzelllinien nach Bestrahlung analysiert. Die bessere Prognose bei Patienten mit Tumoren aus HPV-getriebener Karzinogenese wird durch eine erhöhte Strahlensensitivität begründet, was das gefundene, signifikant verminderte Überleben HPV-positiver HNSCC-Tumorzelllinien erklären könnte (p=0,01) (Arenz et al. 2014). In vitro reagieren die bestrahlten HPV-positiven Tumorzelllinien verstärkt mit einem zeitlich länger andauernden G2-Arrest im Vergleich zu den HPV-negativen Zelllinien und akkumulieren DNA-Fragmente, die als Hinweis auf eine gesteigerte Apoptose-Rate gelten. Die zelluläre Expressions-Analyse der Marker-Proteine Retinoblastom und p53 zeigte, dass Bestrahlung zwar die Proteinexpression verändert, jedoch selbst innerhalb der Entitäten Unterschiede vorliegen. Die Überprüfung der p53-abhängigen Genprodukte zeigte, dass unabhängig von der Entität Gene reguliert werden, die einen strahleninduzierten Zellzyklus-Arrest oder Apoptose herbeiführen. Die Expression der viralen Onkoproteine E6 und E7 war außerdem in der Mehrheit der untersuchten HPV-positiven Tumorzelllinien nach Bestrahlung vermindert. Die klinische Heterogenität von HNSCC-Tumoren konnte im Rahmen dieser Arbeit bestätigt werden, wenngleich eine erhöhte Radiosensitivität HPV-positiver Tumorzelllinien vorliegt. Molekulare Mechanismen, die nach Bestrahlung das verstärkte Zellsterben herbeiführen und so das bessere Gesamtüberleben von Patienten mit HPV-assoziierten Tumoren sichern, werden wahrscheinlich p53-unabhängig aktiviert. Vermutlich wird die veränderte virale Genexpression mit der Aktivierung verschiedener Zelltod-Mechanismen kombiniert.

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