Immunhistochemische und molekularbiologische Untersuchung der räumlichen und zeitlichen Expression der Connexine 26, 32 und 43 im Plazentom des Rindes

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Direkte Zell-Zell-Kommunikation via Gap Junction-Kanälen ist ein wichtiger Faktor für die Plazentaentwicklung und für den feto-maternalen Austausch. Wir haben die Rolle der Cx 26, 32 und 43 im bovinen Plazentom während verschiedener Trächtigkeitsstadien und mit besonderem Interesse an den nicht polarisierten, migrierenden Trophoblast-Riesenzellen (TGC) untersucht. Plazentome von 36 Kühen wurden entsprechend ihrer fetalen Scheitel-Steiß-Länge in fünf Trächtigkeitsstadien eingeteilt. Die Proben wurden entweder in gepuffertem Formalin oder Bouin´scher Lösung fixiert und in Paraffin eingebettet oder sie wurden in flüssigem Stickstoff schockgefroren. Ein Proteinnachweis erfolgte für Cx 26, 32 und 43 mittels indirekter Immunhistochemie und für das Cx 43 zusätzlich mittels Western-Blot-Verfahren. Die mRNA von Cx 26, 32 und 43 wurde mittels RT-PCR nachgewiesen sowie für Cx 26 und 32 über in situ Hybridisierung in Gewebeschnitten lokalisiert. Cx 26 Protein konnte entlang der feto-maternalen Grenze dargestellt werden. In der in situ Hybridisierung ist eine deutliche Reaktion im maternalen Epithel zu erkennen. In den TGC wird sowohl Cx 26 mRNA als auch das Cx 26 Protein nachgewiesen. Cx 32 mRNA und Protein werden im maternalen Epithel beobachtet. Allerdings beschränkt sich die Proteinexpression ausschließlich auf das maternale Epithel der Septenspitzen, während die mRNA im gesamten maternalen Epithel zu finden ist. Cx 43 Protein konnte sowohl im maternalen Bindegewebe der Krypten und im fetalen Mesenchym als auch in den TGC immunhistochemisch lokalisiert und über das Western-Blot-Verfahren mit einer deutliche Bande bei 43 kDa bestätigt werden. Das Vorhandensein von Cx 43 mRNA im Rinderplazentom wurde mittels RT-PCR nachgewiesen. Direkte Zell-Zell-Kommunikation im Rinderplazentom via Gap Junction-Kanälen scheint neben dem Austausch von Molekülen auch Wachstum und Invasionsvorgänge im Plazentom zu regulieren. Das Vorhandensein von Cx 26 entlang der feto-maternalen Grenzlinie spricht für einen diaplazentären Austausch von Molekülen, insbesondere Glukose, die im Dienst der Nutrition des Fetus steht. Dem Gap Junction-Netzwerk aus Cx 32 und Cx 43 könnte bei der Kontrolle von Wachstum und Invasionsvorgängen eine bedeutende Rolle zukommen. Die Anwesenheit von Cx 32 in der Region, in der die Interdigitation von fetalen Kotyledonen und maternalen Karunkeln beginnt, könnte die Wachstumsrichtung und die Proliferation in dieser Zone steuern. Das Vorkommen von Cx 43 im fetalen Mesenchym und im maternalen Stroma könnte für die Ausbildung einer korrekten architektonischen Struktur des Plazentoms verantwortlich sein. Die Migration, Invasion und Fusion der TGC könnte durch das gleichzeitige Vorhandensein von Cx 26 und Cx 43 reguliert werden.

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Erstpublikation in

Wettenberg : VVB Laufersweiler 2003

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