Didaktische Utopien und technologischer Wandel, eine Einführung : Visionen für den Fremdsprachenunterricht der Zukunft

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Seit Thomas Mores Utopia steht der Begriff für idealisierte Gegenentwürfe zur bestehenden Wirklichkeit. Übertragen auf die Fremdsprachendidaktik bezeichnet er Visionen optimaler Lernbedingungen – maximale Individualisierung, uneingeschränkte Zugänglichkeit und technologische Effizienz. Doch jede Utopie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Fortschritt und Kritik. Dieser Sammelband widmet sich den „didaktischen Utopien“ des Fremdsprachenlehrens und -lernens im Zeitalter von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. In neun wissenschaftlichen Essays entwerfen die Autor*innen Zukunftsszenarien, reflektieren Potenziale und Risiken neuer Technologien und fragen nach deren Auswirkungen auf Unterricht, Lernprozesse und gesellschaftliche Entwicklungen. Dabei werden immersive Lernwelten, KI-gestütztes Schreiben, korpusbasierte Sprachassistenz, virtuelle Austausche oder affektives Computing ebenso diskutiert wie normative Fragen nach Bildung, Resonanz und menschlicher Dimension. Der Band versteht Utopien nicht als statische Ideale, sondern als dynamische Denkfiguren, die Innovation anstoßen und zugleich zur kritischen Reflexion herausfordern. Er richtet sich an Wissenschaftler*innen, Lehrkräfte und Studierende, die die Zukunft des Fremdsprachenunterrichts aktiv mitgestalten möchten – zwischen technologischer Transformation, pädagogischer Verantwortung und gesellschaftlicher Vision.

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GiF:on - Giessener Fremdsprachendidaktik:online; 19

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