Einfluß normothermer Ischämie mit nachfolgenden unterschiedlichen hypothermen Konservierungen auf die endothelabhängige Relaxation der epicardialen Coronararterien des Schweins

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Einfluß normothermer Ischämie mit nachfolgenden unterschiedlichen hypothermenKonservierungen auf die endothelabhängige Relaxation der epicardialenCoronararterien des Schweins.Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen der hypothermen Konservierung mitunterschiedlichen Konservierungslösungen und nach unterschiedlich langer Vorschädigungder Coronararterien durch normotherme Ischämie auf die Funktionsrestitution des Endothelszu untersuchen.Als Konservierungslösungen wurden für diese Studie die weit verbreitete kardioplegischeHTK-Lösung, die UW-Lösung sowie die modifizierte HTK-Lösung (m-HTK) verwendet. DieModifikation der m-HTK-Lösung bestand aus dem Zusatz der Substanzen Hyaluronidase,Adenosin, Calciumchlorid und 2,3-Butandion Monoxim (BDM). Die m-HTK-Lösung wurdebei gleichzeitiger Anwendung der coronaren Sauerstoffpersufflation (m-HTK+COP)eingesetzt. Die getesteten Coronargefäßringe wurden vor Beginn der Konservierung einernormothermen Ischämie ausgesetzt. Die Ischämiezeiten betrugen 60, 120 und 180 Minuten.Die anschließende Konservierung erfolgte unter hypothermen Bedingungen (0-1°C) über denprotrahierten Zeitraum von 24 Stunden.Die endotheliale Funktionsrestitution wurde anhand der Stimulation des Endothels zurProduktion vasodilatorischer Stoffe überprüft. Hierzu wurden folgende Substanzen eingesetzt:Substanz P, Bradykinin und Serotonin. Zu Beginn der Testung wurde eine Schädigung derglatten Gefäßwandmuskulatur aller Coronararterien unabhängig vom Zustand des Endothelsdadurch ausgeschlossen, dass durch Kaliumchlorid eine gute Kontraktion hervorgerufenwerden konnte. Die Testsubstanzen bewirkten auf unterschiedlichem Wege die endothelialeFreisetzung vasodilatativer Substanzen (NO, Prostazyklin und EDHF). Als Maß für dieÜberprüfung der Funktionsrestitution des Endothels diente die Dilatation der Coronararteriendurch die jeweils verabreichte Substanz, in Relation zur Präkontraktion durch ProstaglandinF2& #945;. Das Ausmaß des endothelialen Schadens wurde anhand der unterschiedlichenDilatationsstärken ausgemacht. Vergleichend wurden Gefäßdilatationen durch direkt auf dieGefäßmuskulatur relaxierend wirkende Substanzen (Sodiumnitroprussid und Papaverin)provoziert.Zusätzlich wurde eine immunhistochemische Untersuchung an humanen coronarenEndothelzellen durchgeführt. Durch die immunhistochemische Färbung der Endothelzellenmit spezifischen Antikörpern konnten die Anwesenheit der NO-Synthase, sowie dieReaktionsprodukte freier Radikale, wie Nitrotyrosin und 8-Isoprostan nachgewiesen werden.Die endotheliale Ischämie wurde durch eine 180-minütige Argonbegasung hervorgerufen.Zudem wurden Zellen die mit Argon begast wurden für 24 Stunden bei 0-1°C in eine HTKLösungverbracht.Die Ergebnisse zeigen, dass die endotheliale Funktionalität der Coronararterien derKontrollgruppen nach 60, 120 und 180-minütiger normothermen Ischämie gut erhalten war.Jedoch zeigten sich bezüglich der endothelialen Funktionsrestitution deutliche Unterschiedein den verschiedenen Konservierungslösungen nach 24-stündiger hypothermer Lagerung. Diesignifikant schlechtesten Funktionsergebnisse, insbesondere nach längeren Ischämiezeitenwiesen die Coronararterien nach Konservierung in der HTK-Lösung auf. Ein tendenziellbesserer Erhalt der endothelialen Coronararterienfunktion zeigte sich nach der Konservierungmit der UW- Lösung. Im Falle steigender Ischämiezeiten stellte sich, wenn auch nur als Trendzu besseren Mittelwerten die Konservierung der Coronararterien mittels m-HTK+COP alsam besten geeignet dar.Durch die immunhistochemische Färbung der humanen coronaren Endothelzellen konnte eineischämische Schädigung des Endothels durch die alleinige 180-minütige Argonbegasung unddurch die 180-minütige Argonbegasung mit anschließender 24-stündiger Konservierung inder HTK-Lösung festgestellt werden.Diese Studie zeigt, dass bei steigenden Ischämiezeiten die 24-stündige hypotherme Lagerungin der modifizierten HTK-Lösung zusammen mit der coronarenSauerstoffpersufflationstechnik im Vergleich zur HTK- und UW-Lösung dieFunktionsfähigkeit des coronaren Endothels am besten erhält, sowie die Endothelfunktionnach 180-minütiger Vorschädigung mittels normothermer Ischämie zu verbessern in der Lageist. Die UW-Lösung erweist sich, bezogen auf die endotheliale Funktion gegenüber derLagerung in der HTK-Lösung besonders nach längeren Ischämiezeiten als besser geeignet.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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