Das Migrationspotential humaner rheumatoider Fibroblasten im SCID-Maus-Modell

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Im Rahmen der SCID-Maus-Experimente zum Migrationspotential von synovialenFibroblasten von Patienten mit rheumatoider Arthritis (Synovial fibroblasts spread rheumatoid arthritis to unaffected joints, Lefèvre et al, Nature Medicine 15, 1414 1420 (2009)),wurden neben dem implantierten humanen Knorpel auch verschiedene Organe sowie Blut der Versuchstiere entnommen.Die Auswertung dieser Proben war Gegenstand der vorliegenden Arbeit.Ziel der Arbeit war, den Weg der Migration von RASF durch den murinen Organismuszu analysieren. Insgesamt wurden mit Hilfe des SCID-Maus-Modells folgendeFragestellungen bearbeitet bzw. lassen sich folgende Aussagen treffen:1. Die Ergebnisse der mittels Immunhistochemie untersuchten Organe und Blutprobenunterstützen die Hypothese einer gezielten Migration der humanenRASF über das Blutgefäßsystem. Hinweise für eine ungezielte Migration undgeneralisierte Verteilung der RASF nach der Applikation konnten nicht gefunden.2. Insbesondere die Detektion von RASF in immunzytochemisch gefärbten Blutprobenvon Versuchstieren, denen die RASF mittels unterschiedlicher (intravenös,subkutan, intraperitoneal) Applikationswege zugeführt worden waren,weisen auf eine Fibroblastenmigration über den Blutkreislauf hin. Diesen Fundenmuss eine Migration der RASF vom Ort der Applikation mit Übertritt in dasKreislaufsystem des Versuchstieres zugrunde liegen.3. Der Nachweis humaner RASF in murinem Gewebe des Ohrknorpels legt dieVermutung einer Kreuzreaktion der humanen Zellen mit dem Knorpelgewebedes Versuchstieres, also Adhäsion an speziesfremdes Gewebe, nahe.4. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass intakte Gelenke durch die räumlicheTrennung vor der Invasion durch RASF geschützt werden, da in nur einemTier humane Zellen im murinen, intakten Gelenk nachgewiesen wurden. Mikroläsionenoder die Migration durch die verschiedenen natürlichen Barrierendes Gelenkes verlangsamen die Invasion von RASF in das intakte Gelenk,was möglicherweise in den wenigen Funden von RASF 60 Tage nach Applikation resultierte.Die Ergebnisse stehen im Einklang mit der Beobachtung derProgression der RA, die sich über Jahre hinziehen kann.Die Ergebnisse konnten die Fragestellung zur Aufklärung des Migrationsweges vonhumanen RASF über das Blutgefäßsystem beantworten.In künftigen Experimenten gilt es, die in dieser Arbeit beschriebenen Migrationswegebezüglich der Faktoren zu untersuchen, welche für die Migration, Adhäsion und Invasionder RASF an humanem Knorpel verantwortlich sind. Nach der Feststellung desMigrationsweges sind vor allem die Ursachen von Interesse, die migrierende RASFan bestimmte Gewebe und Matrixstrukturen adhärieren und invadieren lassen undandere nicht. Ein weiterer interessanter Aspekt der Wanderung der RASF ist die bisherunbekannte Transmigration der RASF in das und aus dem Blutgefäßsystem heraus,die im SCID-Maus-Modell erstmals für RASF beschrieben wird. Ein besseresVerständnis der Interaktion von RASF mit den verschiedenen Geweben des menschlichenKörpers würde neue Perspektiven einer gezielteren therapeutischen Beeinflussungder Ausbreitung der RA beim Menschen eröffnen. Damit wäre ein weitererwichtiger Schritt auf dem Wege der Verbesserung der Situation an RA leidender Patientengetan.

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