Identifizierung und weitergehende phäno- und genotypische Charakterisierung von Staphylococcus aureus, isoliert von Schafen und Ziegen

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In den vorliegenden Untersuchungen wurden 47 S. aureus-Kulturen, davon 42 Kulturen isoliert vom Schaf, und fünf Kulturen isoliert von der Ziege, aufgrund kultureller, biochemischer und molekularer Eigenschaften identifiziert und weitergehend charakterisiert. Alle Kulturen wuchsen auf Staphylokokken-Selektivnährmedien, wiesen überwiegend die für Staphylokokken typischen Hämolyseformen, sowie eine gelb bis orange Pigmentierung auf und zeigten die staphylokokkenspezifischen Eigenschaften Koagulase, Clumping-Faktor und Thermonuklease. Alle S. aureus waren empfindlich gegenüber den Antibiotika Tetracyclin, Minocyclin, Erythromycin und Sulfamethoxazol/Trimethoprim. Resistenzen bzw. ein intermediäres Verhalten trat bei einigen Isolaten gegenüber Penicillin G, Cefoperazon, Gentamicin, Clindamycin und Enrofloxacin auf. Eine molekulare Identifizierung der Kulturen erfolgte durch Polymerasekettenreaktion (PCR)-gestützten Nachweis eines S. aureus spezifischen Abschnitts des 23S rRNA-Gens, der 16S-23S rDNA 'intergenic spacer'-Region (ISR), eines weiteren S. aureus- spezifischen chromosomalen Genabschnitts und durch Nachweis der für S. aureus- typischen Gene clfA (Clumping-Faktor), nuc (Thermonuklease), coa (Koagulase) und spa (Protein A). Die ISR und die Gene coa und spa wiesen Größenpolymorphismen auf. In weiteren Untersuchungen wurden die S. aureus-Kulturen hinsichtlich des Vorkommens von Toxingenen untersucht. Dies erfolgte ebenfalls mittels PCR, der Nachweis der Staphylokokkenenterotoxine SEA bis SEE in parallel durchgeführten Untersuchungen mit einem kommerziellen Testsystem. Durch die PCR-Analysen konnten bei zahlreichen Kulturen die häufig gemeinsam auftretenden Gene sec (72 %) und tst (62 %), ferner vereinzelt die Toxingene seg (15 %) und sei (11 %), nicht aber die Toxingene sea, seb, sed, see, seh, sej, eta und etb nachgewiesen werden. Der PCR- vermittelte Nachweis von sec korrespondierte bei der überwiegenden Zahl der Kulturen mit der Expression von SEC. Die aufgeführten pheno- und genotypischen Untersuchungsmethoden ermöglichten eine eindeutige Identifizierung und weitergehende Charakterisierung der S. aureus-Isolate von Schaf und Ziege. Das im vorliegenden festgestellte vermehrte Auftreten der Toxingene sec und tst, bzw. der entsprechenden Toxine, könnte mit dem größtenteils schweren Verlauf von S. aureus-Infektionen bei beiden Tierarten im Zusammenhang stehen.

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Erstpublikation in

Wettenberg : VVB Laufersweiler 2004

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