Moderne Managementstrategien zur Qualitätssicherung und deren Anwendung auf die Milcherzeugung wachsender Betriebe

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Während der Strukturwandel in der Landwirtschaft durch anhaltend niedrige Preise weiter fortschreitet, sind nur Spitzen-Milchviehbetriebe in der Lage zu Vollkosten zu produzieren; der größere Teil der Milchproduzenten kann dies nicht. Aufgrund einschneidender gesetzlicher Veränderungen in den vergangenen Jahren, hervorgerufen durch zahlreiche Seuchen und Skandale im Lebensmittelbereich, wird der Ruf nach Unbedenklichkeit der Nahrungsmittel inkl. deren Rückverfolgbarkeit immer lauter. Durch eine umfassende Reform der Lebensmittelgesetzgebung, initiiert durch das Weißbuch zur Lebensmittelsicherheit und der Umsetzung durch die VO (EG) Nr. 178/2002, verfolgt die EU das Ziel, die Nahrungsmittelqualität zu sichern und den Verbraucher zu schützen. Die Verzahnung von Bundes- und EU-Gesetzgebung wird durch direkte Verweise auf EU Verordnungen immer enger. Deutlich mehr als in der Vergangenheit werden zukünftig Entscheidungen über die Lebensmittelgesetzgebung auf EU Ebene stattfinden. Zur Sicherung der Lebensmittelqualität, aber auch zum Ausschluss der Produkthaftung führen Lebensmittel verarbeitende Betriebe Qualitätssysteme ein. Gleichzeitig fordern sie zunehmend von ihren Lieferanten, unter denen sich vor allem auch landwirtschaftliche Betriebe befinden, eine entsprechende Absicherung der Produktion. Der Landwirt als Lebens- und Futtermittelunternehmer nach der VO (EG) Nr. 178/2002 muss in Zukunft nicht nur die Qualität seines Endprodukts, sondern auch die seines Produktionsprozesses dokumentieren. Die arbeitswissenschaftlichen Untersuchungen in sechs Milchviehbetrieben haben gezeigt, dass moderne Anlagen alle Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Produktion erfüllen. Die dazu analysierten Melkroutinen vereinen Ökonomie, Ökologie, tierphysiologische Anforderungen, Ergonomie und Technik.Während das Endprodukt durch staatliche Bestimmungen mehrmals im Monat auf unterschiedliche Parameter hin untersucht wird und damit eine gute Grundlage für eine Dokumentation der Produktqualität vorhanden ist, werden die Produktionsbedingungen kaum systematisch aufgezeichnet. Die baulich technischen Voraussetzungen sind jedoch in der Regel vorhanden. Vor dem Hintergrund der verschärften gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere mit der Einhaltung der EU Basisverordnung VO (EG) Nr. 178/2002 und von Cross Compliance, VO (EG) Nr. 1782/2003, der zukünftigen Prüfung der HACCP Kriterien auf die Anwendbarkeit in der Primärproduktion sowie der dominierenden Forderung des Handels auf Erfüllung einschlägiger Qualitätsnormen, wird die Standardisierung des Produktions- und Arbeitsprozesses, wie z.B. durch die Einführung von protokollierten Melkroutinen, für den wirtschaftlichen Erfolg in der Milchproduktion von entscheidender Bedeutung sein.

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Erstpublikation in

Göttingen : http://www.cuvillier-verlag.de: Cuvillier; 2006

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