Infliximab bei rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis: Effekte auf den Knochenmetabolismus, die Knochendichte, Aktivitätsparameter und Funktionskapazität : eine 2-jährige Prospektivstudie
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Zusammenfassung
Infliximab bei rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis: Effekteauf den Knochenmetabolismus, die Knochendichte, Aktivitätsparameter undFunktionskapazität eine 2-jährige ProspektivstudieBei rheumatoider Arthritis (RA) konnte in einer einjährigen Pilotstudie bereits einosteoprotektiver Effekt unter einer TNF-Blockade-Therapie belegt werden. In dervorliegenden 2-jährigen follow up Studie galt das Interesse der Wirkung einer TNFBlockade-Therapie mit Infliximab auf die Knochendichte, Marker desKnochenstoffwechsels, Aktivitätsparameter, Schmerzempfindung undFunktionsparameter bei Patienten mit definitiver rheumatoider Arthritis (RA) undankylosierender Spondylitis (AS).Zusammenfassung69Bei 18 Patienten mit RA (Durchschnittsalter 62 J.) und 16 Patienten mit AS(Durchschnittsalter 48 J.), die unter einer Mono-Langzeittherapie (MTX, Leflunomidoder Sulfasalazin) in Kombination mit einem NSAID und z. T. einer Steroidtherapieweiterhin deutlich aktiv waren (DAS 28 > 4,8; BASDAI > 4,5), wurde prospektiv derEinfluss einer TNF-Blockade-Therapie mit Infliximab (3,5 5 mg/kg KG) auf folgendeParameter untersucht: Knochendichte (BMD, T-Score, Z-Score) axial (LWK 1-4) undam re. Schenkelhals gesamt, Aktivitätsparameter (DAS 28, BASDAI), visuelleSchmerzanalogskala (VAS), Health Assessment Questionnaire (HAQ), Knochenmarker(Osteocalcin, CrossLaps), 25- und 1.25 Vitamin D3 und Akut-Phase-Reaktanden (BSG,CRP). Eine Calcium- und Vitamin D-Supplementationstherapie bestand bei allenPatienten mit einer Kortisoneinnahme, Ausschlusskriterium war eine Medikation miteinem Bisphosphonat oder weitere Medikationen mit Einfluss auf denKnochenstoffwechsel.Das 2-jährige follow up zeigte folgende signifikante Resultate: (1) RA-Gruppe:Zunahme der axialen Knochendichte (BMD, Z- und T-Score; p < 0,05) unterBerücksichtigung des Präzisionsfehlers, Erhöhung des Osteocalcins (Anbauparamete; p< 0,005) und Abnahme der CrossLaps (Abbauparameter; p < 0,01), Abnahme des DAS28, der VAS und des HAQ (p < 0,0005). (2) AS-Gruppe: Zunahme der axialenKnochendichte (BMD, Z- und T-Score; p < 0,02) unter Berücksichtigung desPräzisionsfehlers, Erhöhung des Osteocalcins (p < 0,001) und Abnahme der CrossLaps(p < 0,002), Abnahme des BASDAI und der VAS (p < 0,0005), des HAQ (p < 0,001)und des CRPs (p < 0,02). Zudem zeigte sich eine negative Korrelation zwischen derKnochendichte am re. Schenkelhals gesamt und der BSG sowie dem CRP.Die gewonnen Resultate belegen neben einer effektiven Unterdrückung desentzündlich-rheumatischen Prozesses einen osteoprotektiven Effekt einer TNF-aBlockade-Therapie ( Modulation osteoimmunologischer Prozesse ) auf dieKnochendichte und auf Marker des Knochenmetabolismus bei Patienten mit RA undAS. Parallel dazu zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Aktivitätsscores (DAS28, BASDAI), eine Schmerzabnahme (VAS) und Verbesserung der Funktionskapazität(HAQ).Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
